Coronavirus-Blog: Zwangspause für die Zimmerbelegung entfällt
NDR.de hat auch am Mittwoch, 2. Juni 2021, aktuell über die Folgen der Coronavirus-Pandemie für Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg informiert. Am Donnerstag geht es in einem neuen Blog weiter.
Das Wichtigste in Kürze:
- Norddeutschland ist bei Erstimpfungen vorn dabei
- Emden hat bundesweit die zweithöchste Inzidenz
- Niedersachsen: Für Tourismus-Quartiere entfällt Wiederbelegungssperre
- MV: Minister Glawe hält massenhafte Schnelltests noch für sinnvoll
- Spahn will Schritte gegen mögliche vierte Welle früh beginnen
- Hamburger Dockville-Festival wird auf 2022 verschoben
- Bestätigte Neuinfektionen im Norden: 81 in Schleswig-Holstein, 370 in Niedersachsen, 49 in Hamburg, 24 in Mecklenburg-Vorpommern und 19 im Land Bremen - 4.917 bundesweit
Tabellen und Grafiken: So läuft die Impfkampagne im Norden
Karte: Neuinfektionen in den norddeutschen Landkreisen
Dieser Corona-Ticker-Tag endet hier ...
Die Redaktion von NDR.de legt jetzt wie gewohnt eine kurze nächtliche Pause ein, um dann ab morgen früh wieder ausgeschlafen das Corona-Geschehen in Norddeutschland zu verfolgen und für Sie in einem neuen Blog zusammenzufassen. Bis dahin wünschen wir Ihnen eine gute Nacht!
Empor Rostock darf vor Zuschauern spielen
Und noch eine Meldung aus dem Sport: Der HC Empor Rostock hat von der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns in Schwerin grünes Licht für die Zulassung von Zuschauern im bevorstehenden Aufstiegsspiel zur 2. Handball-Bundesliga erhalten. Die Rostocker dürfen im Final-Hinspiel am Sonnabend (16.30 Uhr) gegen den 1. VfL Potsdam vor 1.000 Fans in der Stadthalle auflaufen. Das teilte der Verein heute mit. Tickets können vollständig Geimpfte und Genesene sowie negativ Getestete bekommen, die in der Stadt oder dem Landkreis wohnen. Zudem gilt eine FFP-2-Maskenpflicht in der Halle.
Riesiger Umsatzeinbruch bei Fußball-Zweitligist Hamburger SV
Der Hamburger SV hat in der Corona-Pandemie einen Umsatzeinbruch von 60 Millionen Euro zu beklagen. Diese Zahl hat Finanzvorstand Frank Wettstein bestätigt. Bislang hat der HSV diese Verluste nach eigenen Angaben auffangen können. Allerdings rechnet der Verein auch in den kommenden Jahren Corona-bedingt mit hohen Verlusten.
Meyer Werft erklärt Gespräche mit IG Metall für gescheitert
Die Leitung der durch die Corona-Pandemie in finanzielle Schieflage geratenen Papenburger Meyer Werft hält die Verhandlungen mit der IG Metall und dem Betriebsrat über Einschnitte für die Belegschaft für geplatzt. Die Arbeitnehmerseite sehe die wirtschaftliche Notlage der Werft nicht, hieß es in einem Schreiben von heute an die Mitarbeitenden. Die IG Metall teilte mit, bei einem Vorgespräch gestern habe es zwar keine Annäherung gegeben. Die Gewerkschaft sei aber weiter zu Tarifverhandlungen bereit. Infolge der Corona-Krise muss das Unternehmen bis 2025 rund 1,2 Milliarden Euro einsparen, mehr als 600 Jobs sollen wegfallen.
Niedersachsen: Landesrechnungshof kritisiert Regierung für Umgang mit Corona-Fördergeldern
Der niedersächsische Landesrechnungshof übt scharfe Kritik am Umgang der Landesregierung mit Geld, das eigentlich zur Bekämpfung der Corona-Pandemie verwendet werden soll: Sie habe wegen der Corona-Pandemie zwar zu Recht Milliardenschulden gemacht, einen Teil dieses Geldes aber für andere Projekte ausgegeben. Die Förderung von Photovoltaik-Batterien durch das Umweltministerium etwa habe mit Corona nichts zu tun - ebenso die energetische Sanierung von Hochschulen. Minister Olaf Lies (SPD) wehrt sich gegen die Kritik, mehr als 170 Millionen Euro für andere Zwecke gebraucht zu haben.
Fans in der Halle: Heimsieg für Handballer in Flensburg
Erstmals seit langer Zeit durften in Flensburg wieder Zuschauer ein Bundesliga-Handballspiel besuchen. 125 Anhänger der SG Flensburg-Handewitt sahen den umkämpften 33:30-Sieg gegen Magdeburg. In Schleswig-Holstein sind bei Sportveranstaltungen mit sitzendem Publikum seit Neuestem 125 Zuschauer gestattet.
Millionensummen für Testzentren in Hamburg
Für die beiden Monate März und April 2021 haben die Hamburger Betreiber und Betreiberinnen insgesamt mehr als 15 Millionen Euro in Rechnung gestellt - für knapp 700.000 Schnelltests, die in etwa 170 Testzentren gemacht wurden. Für Mai und Juni dürften die Kosten noch einmal deutlich ansteigen. Denn inzwischen gibt es fast doppelt so viele Testzentren und wahrscheinlich sehr viel mehr Tests, weil sie häufiger gebraucht werden - zum Beispiel fürs Freibad oder den Restaurant-Besuch. Hinweise auf Abrechnungsbetrug liegen der Sozialbehörde nicht vor.
Niedersachsen: Für Tourismus-Quartiere entfällt Wiederbelegungssperre
Die niedersächsische Landesregierung hat heute kleine "Unwuchten" in der seit Montag gültigen Corona-Verordnung beseitigt. Über einen Punkt ist die Tourismus-Branche besonders erleichtert: Bei einer Inzidenz unter 35 entfällt für Hotels, Ferienwohnungen und andere Quartiere nun doch die eintägige Wiederbelegungssperre, die den Einzug der nächsten Gäste erst mit einem Tag Pause erlaubt hätte.
Laut Robert Koch-Institut haben aktuell in Niedersachsen 36 von 45 Landkreisen beziehungsweise kreisfreien Städten eine Sieben-Tage-Inzidenz von unter 35.
Pandemie-Notlage soll verlängert werden
Die Große Koalition will die Pandemie-Notlage nationaler Tragweite verlängern, die als rechtliche Grundlage für Corona-Regelungen etwa zu Impfungen und Testkosten dient. Der Bundestag hatte die "epidemische Lage" erstmals am 25. März 2020 festgestellt und sie im November bestätigt. Nun solle die festgestellte epidemische Notlage nationaler Tragweite, die sonst Ende Juni auslaufen würde, erneut verlängert werden, wie die Nachrichtenagentur dpa unter Berufung auf Koalitionskreise berichtet. Wann diese Verlängerung genau greifen soll, sei noch offen.
Keine Corona-Tests vor Fußball-Testspielen in Schleswig-Holstein nötig
Wenn in Schleswig-Holstein Freundschaftsspiele zwischen Amateur-Fußballmannschaften stattfinden, ist kein Corona-Test notwendig. Das hat das Innenministerium in Kiel heute bestätigt. Diese Regelung gilt demnach auch für den Jugendbereich. Anders sei es bei größeren Sportturnieren, bei denen mehrere Teams aufeinandertreffen und mehr als 50 Teilnehmende dabei sind. Dann seien Corona-Tests notwendig.
Corona-Impftermine: Schleswig-Holstein ändert morgen das Vergabe-Verfahren
Schleswig-Holstein wechselt bei der Terminvergabe für die Corona-Impfzentren vom Lotterie-Verfahren zum Listen-Modell: Interessierte können sich ab morgen früh um 9 Uhr verbindlich für ein Impfzentrum registrieren - so entsteht für jedes Impfzentrum eine Liste. Wenn neue Termine zu vergeben sind, wird diese Liste abgearbeitet. Das heißt: Wer dran ist, bekommt per Mail einen Termin in seinem Wunsch-Impfzentrum zugewiesen. Das neue Terminvergabe-System soll dafür sorgen, dass es weniger Frust bei den Impf-Willigen gibt.
Mecklenburg-Vorpommern: Inzidenz sinkt auf 14,1
Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen ist in Mecklenburg-Vorpommern zuletzt innerhalb von 24 Stunden um 24 Fälle gestiegen. Das sind 53 Infektionen weniger als vor einer Woche. Landesweit sinkt die Sieben-Tage-Inzidenz von 17,7 auf 14,1.
Niedersachsen: Mehr Zeit für Deutsch und Mathe an den Grundschulen
Die Grundschulen in Niedersachsen können sich im kommenden Schuljahr auf das Aufholen von Lernrückständen in Deutsch und Mathe konzentrieren, die während des Corona-Lockdowns entstanden sind. Dazu dürfen die Schulen mehr Stunden für die beiden Kernfächer einplanen und den Unterricht beispielsweise in Kunst, Musik oder den Sachunterricht kürzen, teilte das Kultusministerium in Hannover mit. Lesen, Schreiben und Rechnen als Grundfertigkeiten müssten bei der Bearbeitung der Pandemie-Folgen besonders beachtet werden, sagte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD). Eine Pflicht zum Verlagern von Stunden gebe es aber nicht.
Trotz Impfungen: Weitere Corona-Fälle in Altenheim
In einem Senioren- und Pflegeheim in Stelle-Wittenwurth im Kreis Dithmarschen sind weitere Corona-Fälle registriert worden. Nach Angaben eines Kreissprechers wurden weitere sieben Bewohner sowie ein Mitarbeitender positiv getestet. Auch diese Bewohner seien vollständig geimpft gewesen. Damit haben sich seit Mitte Mai insgesamt 38 Personen in dem Seniorenheim mit Corona infiziert. Allerdings habe ein Großteil keine oder nur geringe Symptome gezeigt, so der Sprecher. Laut Pflegeheim-Betreiber waren fast alle Bewohner und Mitarbeiter im Februar und März mit dem Impfstoff von Biontech durchgeimpft worden.
Laut Robert Koch-Institut ist dies ein Zeichen dafür, dass die Impfungen gut wirkten, denn ältere Menschen hätten sonst oft sehr schwere Verläufe. Infektionsmediziner Helmut Fickenscher von der Universität Kiel sieht auch im Alter der Geimpften einen möglichen Grund für die Infektionen: "Von Impfungen weiß man, dass sie im hohen Alter weniger zuverlässig funktionieren."
Niedersachsen: Tanzen in der Disco doch mit Maske
Die niedersächsische Landesregierung hat die neue Corona-Verordnung heute angepasst. Die Änderungen betreffen auch die Diskotheken. Anders als zunächst festgelegt müssen Gäste auf der Tanzfläche nun doch eine Maske tragen. Das sei für das Feiern nicht schön, aber leider weiter notwendig, teilte die Landesregierung mit. Diskotheken, Bars und Clubs im Land dürfen seit Montag bei einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz von unter 35 wieder öffnen. Mit der Anpassung der Verordnung reagiert die Regierung auf einen Widerspruch zu Hochzeitsfeiern, wo bei gleichem Inzidenzwert eine Maskenpflicht abseits des Sitzplatzes gilt.
SH: Corona-bedingte Fehltage kommen nicht ins Zeugnis
Schleswig-Holstein Bildungsministerin Karin Prien (CDU) hat klargestellt: Unterrichts-Versäumnisse wegen der Corona-Pandemie werden nicht als Fehltage im Zeugnis stehen. "Wir haben in Schleswig-Holstein den Eltern unbürokratisch die Möglichkeit gegeben, ihre Kinder aus wichtigem Grund vom Unterricht zu beurlauben, insbesondere wenn sie selbst oder ihre Kinder einem besonderen Infektionsrisiko ausgesetzt sind", sagte Prien heute. Dies seien entschuldigte Fehltage. "Sie werden aber Corona-bedingt nicht bei der Zählung der Fehltage auf dem Zeugnis mit angegeben", so Prien. Die Landesregierung werde die Zeugnisverordnung entsprechend ändern.
Sind massenhafte Corona-Schnelltests noch sinnvoll?
Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) hat sich offen gezeigt für Gespräche über ein Zurückfahren der massenhaften Corona-Schnelltests bei weiter sinkenden Inzidenzen. "Aktuell ist ein kompletter Ausstieg noch zu früh", sagte Glawe heute. Schnelltests böten eine zusätzliche Sicherheit für Einheimische und Gäste im Land. "Es können aktuell zudem Bereiche geöffnet werden, wo der Abstand teilweise auch schwer eingehalten werden kann." Mit weiter sinkenden Inzidenzen müsse aber darüber diskutiert werden, wie mit den Schnelltests weiter umgegangen werde.
Politiker und Ärzte in Mecklenburg-Vorpommern hatten zuvor den Sinn massenhafter Corona-Schnelltests in Zweifel gezogen. Die Zahl der positiven Ergebnisse sei gering, während die Tests eine enorme Belastung für Einwohner, Touristen, Gastronomen und Hoteliers darstellten.
Impftermine: Leonhard bittet Hamburger um Geduld
Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard (SPD) hat die Hamburgerinnen und Hamburger mit Blick auf Termine für eine Erstimpfung einmal mehr um Geduld gebeten. Es werde noch eine Weile dauern, bis alle ein Impfangebot bekämen. "Zur Wahrheit gehört auch, dass wir in einem Ballungsraum wie Hamburg eben nicht so viel Impfstoff haben wie andere Bundesländer." Hamburg erhalte bundesweit am zweitwenigsten Impfstoff.
Die vorerst letzten 30.000 Termine für eine Erstimpfung seien binnen weniger Stunden vergeben worden, sagte Leonhard. Nun gebe es vor allem Zweitimpfungen im Impfzentrum. "Wir führen im Moment 8.000 Zweitimpfungen am Tag durch, gestern knapp 90 Erstimpfungen im Impfzentrum." Hamburg behält die Reihenfolge bei den Corona-Impfungen im Impfzentrum in den Messehallen auch nach Auslaufen der Impfpriorisierung am kommenden Montag bei.
Flughafen Hamburg rechnet mit deutlich mehr Passagieren
Der Hamburger Flughafen geht davon aus, dass die Passagierzahlen in den kommenden Wochen deutlich zulegen. In den Sommerferien soll sich die Zahl der Flüge etwa verdreifachen. Bis Juli rechnet Flughafen-Chef Michael Eggenschwiler damit, dass die Auslastung schon wieder bei bis zu 70 Prozent liegt. Er rät den Reisenden, mehr Zeit vor einem Flug einzuplanen als gewöhnlich: "Man sollte nicht auf den letzten Drücker kommen, man braucht ja auch einen negativen Corona-Test, bevor man fliegt. Man braucht sicher etwas mehr Zeit beim Check-in, weil die Dokumente geprüft werden."
Leichtathletik-DM in Braunschweig vor Fans: Win-Win-Situation
Die deutschen Leichtathletik-Meisterschaften finden am Wochenende wieder in Braunschweig statt - in diesem Jahr mit Zuschauern. Jeweils 2.000 Fans dürfen an beiden Tagen ins Eintracht-Stadion. Dann wird wieder so etwas wie Leichtathletik-Stimmung im Stadion an der Hamburger Straße aufkommen. Die Meisterschaften werden im Rahmen eines Modellprojekts, das der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) gemeinsam mit dem Land Niedersachsen und der Stadt Braunschweig umsetzt, ausgetragen. "Das ist ein wichtiges Signal für Menschen, die sich für Sport interessieren, aber auch für andere Bereiche, dass es wieder ein Stück näher hingeht in Richtung Normalität", sagte der für den Sport zuständige niedersächsische Innenminister Boris Pistorius (SPD).
Emden hat bundesweit die zweithöchste Inzidenz
Die Inzidenz in Emden ist auf 138,2 gestiegen. An den drei Tagen zuvor lag der Wert bei 112. Die Stadt sieht die Ursache in drei größeren Ausbruchsgeschehen. Diese seien für mehr als die Hälfte aller Infektionen in der aktuellen Sieben-Tage-Inzidenz verantwortlich. Zum einen gebe es mehrere Fälle von in Emden lebenden und bei einer größeren Firma außerhalb der Stadt arbeitenden Personen, die täglich in Fahrgemeinschaften zur Arbeit pendelten, so die Stadt. Zum anderen seien aus einer Pflegeeinrichtung mehrere Infektionen gemeldet worden. Außerdem gebe es mehrere Infektionen in Verbindung mit einem örtlichen Betrieb. Dort seien acht Personen, insbesondere im familiären Umfeld, infiziert, was der Stadt Sorgen bereitet. Es seien erhebliche Auswirkungen auf Kitas und Schulen zu befürchten.
Hamburgische Bürgerschaft berät erneut über Pandemie
Die Hamburgische Bürgerschaft befasst sich heute einmal mehr mit den Folgen der Corona-Pandemie. Dieses Mal geht es jedoch vornehmlich um die vom rot-grünen Senat zuletzt beschlossenen Lockerungen bei den Corona-Auflagen. So darf angesichts niedriger Corona-Zahlen unter anderem ab dem kommenden Wochenende die Innengastronomie wieder öffnen. Im Anschluss an die Corona-Debatte wollen die Abgeordneten ihre dreitägigen Haushaltsberatungen fortsetzen.
49 neue Corona-Fälle in Hamburg - Inzidenzwert sinkt
In Hamburg sind nach Angaben der Sozialbehörde 49 neue Corona-Fälle registriert worden (Vortag: 108 / Vorwoche: 76). Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen sank innerhalb eines Tages auf 23,7 (Vortag, 25,2 / Vorwoche: 31,3). Seit Beginn der Pandemie wurden laut Behörde insgesamt 76.387 Menschen in der Hansestadt positiv auf das Coronavirus getestet. Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) können inzwischen etwa 72.700 Menschen in Hamburg als genesen angesehen werden.
Norddeutschland ist bei Erstimpfungen vorn dabei
Allein gestern sind in Deutschland 947.198 Impfdosen verabreicht worden. Laut Robert Koch-Institut sind nun 15.604.092 Personen (18,8 Prozent der Gesamtbevölkerung) vollständig geimpft. 43,9 Prozent haben eine erste Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Das sind circa 36,4 Millionen Geimpfte. In Norddeutschland liegt die Quote mit 44,1 Prozent minimal höher (rund 6,6 Millionen Menschen). Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Niedersachsen finden sich im Ranking auf den Plätzen 3 bis 6 wieder. Hamburg hingegen landet lediglich auf Platz 14.
Hamburger Dockville-Festival wird auf 2022 verschoben
Corona-bedingt kann das Dockville-Festival in Hamburg auch in diesem Jahr nicht stattfinden. Die Veranstalter teilten mit, dass "leider noch immer keine Gewissheiten und Planungssicherheiten für den August" bestünden. Die Planungsvorläufe könnten angesichts der behördlichen Vorgaben nicht mehr realisiert werden, hieß es in einer Mitteilung. Daher wird das Festival für Musik und Kunst auf den 19. bis 21. August 2022 verlegt. Tickets behalten ihre Gültigkeit. Das Open Air Kunstfestival MS ARTVILLE, das im Wilhelmsburger Hafen im Sommer urbane Kunst von und für morgen versammelt, soll hingegen in jedem Fall stattfinden. Es laufen den Veranstaltern zufolge intensive Vorbereitungen.
MV: Drei Viertel der über 60-Jährigen sind geimpft
Knapp drei Viertel der über 60-Jährigen in Mecklenburg-Vorpommern sind inzwischen gegen das Coronavirus geimpft worden. Insgesamt wurden inzwischen gut eine Million Impfungen verabreicht, wie Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) mitteilte. Im Juni würden mindestens weitere 550.000 Dosen erwartet. Damit seien die aufgebauten Impfmöglichkeiten in den Impfzentren, mobilen Teams und bei niedergelassenen Ärzten immer noch nicht ausgelastet, so der Minister. Im Juni kämen auch noch die Betriebsärzte hinzu. Bisher sind den Angaben zufolge 44,2 Prozent der Bevölkerung in MV erstgeimpft. Den vollständigen Schutz nach zwei Impfungen haben demnach inzwischen 18,8 Prozent.
Hamburgs Hochschulen wechseln erst zum Wintersemester in Präsenzbetrieb
Trotz inzwischen niedriger Corona-Zahlen bleiben Hamburgs Studierende noch während des gesamten Sommersemesters im Distanzunterricht. Erst zum Wintersemester im Oktober sollen sie - nach dann drei Online-Semestern - wieder an ihre Hochschulen zurückkehren, wie Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank (Grüne) mitteilte. Die konkrete Ausgestaltung werde derzeit von Hochschulen und Behörde erarbeitet. Im Zentrum der Planungen stünden Kontakt- und Hygieneregelungen, Corona-Tests sowie die Entwicklung von Impfquote und Infektionsgeschehen. Seit Mitte Mai sind die wissenschaftlichen Bibliotheken wieder für den Präsenzbetrieb geöffnet.
Corona-Karte jetzt mit veränderter Farbgestaltung
In eigener Sache: Wir haben die Einfärbung der Corona-Karte zu den Inzidenzwerten der Landkreise angepasst. Aufgrund der sinkenden Inzidenzzahlen war die Farbe stellenweise so hell, dass sowohl die Grenzen der Landkreise als auch die Zahlen, die beim Nutzen bei der "Mouse-over-Funktion" eingeblendet werden, zum Teil kaum noch sichtbar waren. Das haben wir nun verbessert.
Lonza baut Produktion für Impfstoff Moderna aus
Der Schweizer Pharma-Auftragshersteller Lonza wird künftig noch mehr Wirkstoff für den Corona-Impfstoff des US-Biotechnologiekonzerns Moderna herstellen. Lonza werde in seinem Werk im niederländischen Geleen eine neue Produktionslinie für die aktive Substanz des Moderna-Vakzins bauen, teilten die beiden Unternehmen mit. In der Anlage, die Ende 2021 den Betrieb aufnehmen soll, soll pro Jahr Wirkstoff für bis zu 300 Millionen Dosen hergestellt werden. Produziert werden soll in Geleen für Modernas noch in der Entwicklung steckende Impfstoffvariante, die mit 50 Mikrogramm nur halb so viel aktive Substanz enthält wie die derzeit zugelassene Covid-19-Impfung der Amerikaner.
Spahn will Schritte gegen mögliche vierte Welle früh beginnen
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will sich in diesem Sommer besser auf eine möglicherweise im Herbst drohende neue Corona-Welle vorbereiten als im vergangenen Jahr. Die Vorbereitungen der nötigen Schritte, um eine vierte Welle im Herbst zu vermeiden oder klein zu halten, sollten "deutlich früher beginnen", sagte Spahn im "Morgenmagazin" von ARD und ZDF. "Wir werden tatsächlich dieses Mal noch intensiver im Sommer darüber reden und uns darauf vorbereiten." Im vergangenen Jahr war es nach den Sommerferien zu einem schnellen Anstieg der Neuinfektionen gekommen, ohne dass schnelle Gegenmaßnahmen erfolgten. Spahn sagte, er wolle sich frühzeitig mit dem Robert Koch-Institut austauschen.
Aktion "Deutschland spricht" auch zum Impfen von Jugendlichen
Mit Blick auf die Bundestagswahl am 26. September beteiligt sich der NDR an der Aktion "Deutschland spricht". Sie bringt Menschen für ein Gespräch zusammen, die bei politischen Themen unterschiedlicher Meinung sind. Die Idee: Wir können eine andere Person nur verstehen, wenn wir mit ihr reden. Argumente der Gegenseite können wir nur nachvollziehen, wenn wir die Gegenseite kennenlernen. Sie wollen gerne mit jemandem diskutieren, dessen Ansichten sie bisher gar nicht nachvollziehen können? Machen Sie mit!
"Bundes-Notbremse" führt zu schlechtem Umsatz im Einzelhandel
Die Einführung der "Bundes-Notbremse" hat im April zu einem unerwartet starken Umsatzrückgang im Einzelhandel geführt. Im Vergleich zum Vormonat fielen die Einnahmen um 5,4 Prozent niedriger aus, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Preisbereinigt gab es ein Minus von 5,5 Prozent. Ökonomen hatten hier lediglich mit einem Rückgang von 2,0 Prozent gerechnet, nachdem es im März noch ein Plus von 7,7 Prozent gegeben hatte. "Ursächlich für den Rückgang dürfte die 'Bundesnotbremse' in der zweiten Aprilhälfte" gewesen sein, erklärten die Statistiker. Sie ist seit 23. April in Kraft und regelt erstmals bundeseinheitlich, dass in Städten und Landkreisen ab einem Inzidenzwert von 100 zahlreiche Kontaktbeschränkungen gelten.
Ribnitz-Damgarten: Pangea-Festival findet statt
Das Pangea-Festival in Ribnitz-Damgarten findet trotz Corona statt. Wie die Organisatoren mitteilten, soll das Festival mit 15.000 Besuchern vom 19. bis zum 22. August als Pilotprojekt mit wissenschaftlicher Begleitung durchgeführt werden. Die Veranstaltung wird vom Landesamt für Gesundheit und Soziales und dem Wirtschaftsministerium begleitet. Maskenpflicht besteht nicht, Tanzen wird erlaubt sein. Neben Live-Musik (unter anderem Rock, Pop, Elektro, Jazz, Indie und HipHop) stehen auch Kulturangebote und Wassersport auf dem vielfältigen Programm.
370 neue Fälle in Niedersachsen - Inzidenz steigt leicht
Das Robert Koch-Institut (RKI) hat 370 Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Niedersachsen gemeldet (Vortag: 131 / Vorwoche: 434). Die Sieben-Tage-Inzidenz im Landesdurchschnitt steigt auf 26,2 Fälle je 100.000 Einwohner (Vortag: 24,0 / Vorwoche: 27,9). Landesweit wurden laut RKI innerhalb eines Tages neun Todesfälle registriert. Die Gesamtzahl der Menschen, die in Niedersachsen im Zusammenhang mit dem Virus gestorben sind, steigt damit auf 5.631. Seit dem Beginn der Pandemie wurden in Niedersachsen 258.573 Infektionen mit dem Coronavirus nachgewiesen.
Spahn: "Nicht übermütig werden"
Das Robert Koch-Institut hat die Risikobewertung auf "hoch" runtergestuft. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) warnt trotzdem, nicht übermütig zu werden. Bis Mitte Juli will er bis zu 90 Prozent der impfwilligen Erwachsenen ein Angebot zur Impfung gemacht haben. Wie geht es Ihnen? Schütteln Sie schon Hände und gehen ins Theater?
Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt erneut
Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ist laut Robert Koch-Institut (RKI) den zweiten Tag in Folge gestiegen. Der Wert lag demzufolge bei 36,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche (Vortag: 35,2; Vorwoche: 46,8). Über das offenbar gestoppte Absinken der Inzidenz hatte RKI-Chef Lothar Wieler gestern gesagt, Modellierungen ließen einen leichten vorübergehenden Anstieg erwarten. Das RKI bringe dies mit Öffnungsschritten in Zusammenhang, die die Chancen des Virus erhöhten. Mit einem erneuten exponentiellen Wachstum der Fallzahlen werde bei vorsichtigen Öffnungen allerdings zunächst nicht gerechnet, so Wieler. Binnen eines Tages meldeten die Gesundheitsämter dem RKI 4.917 Corona-Neuinfektionen. Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 179 neue Todesfälle verzeichnet.
Corona-Inzidenz in Schleswig-Holstein leicht gestiegen
In Schleswig-Holstein ist die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen leicht gestiegen - von 17,0 (Vortag) auf jetzt 18,0. Das geht aus den aktuellen Daten des Gesundheitsministeriums in Kiel hervor. Vor einer Woche hatte der Wert noch bei 24,2 gelegen. Im nördlichsten Bundesland kamen innerhalb eines Tages 81 neu gemeldete Infektionen hinzu, eine Woche zuvor waren es 34. Weitere Todesfälle wurden nicht verzeichnet. 80 Menschen lagen am Dienstag den Angaben zufolge mit Covid-19 im Krankenhaus - das waren neun weniger als am Vortag. 24 Corona-Patienten wurden noch auf Intensivstationen behandelt, 23 von ihnen wurden beatmet.
Schwesig will Corona-Obergrenze
Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Schwesig hat sich für eine neue bundesweite Corona-Obergrenze ausgesprochen. Sie solle an die Stelle der Ende Juni auslaufenden Notbremse treten, sagte Schwesig dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Es könne immer wieder passieren, dass es lokale Corona-Ausbrüche gebe. Deshalb brauche es klare Regeln, um vor allem mit Blick auf Virusmutanten schnell zu reagieren. Die Bundesregierung hat angekündigt, dass die bundesweite Notbremsen-Regelung angesichts deutlich sinkender Ansteckungszahlen zum 30. Juni ausläuft.
Corona-Zahlen für Ihren Wohnort aufs Handy
Die tagesaktuellen Corona-Fallzahlen für den eigenen Wohnort in Norddeutschland und weitere Infos können Sie auf dem Handy über fast alle NDR Apps sowie die Messenger von Telegram, Facebook oder Apple Nachrichten abrufen. Um diesen kostenlosen Service von NDR Info zu nutzen, müssen Sie bei dem Messenger Ihrer Wahl nur Ihre Postleitzahl eintippen.
Endlich wieder in den Vergnügungspark
Corona-bedingt war der Freizeitpark Hansa-Park in Schleswig-Holstein fast acht Monate geschlossen. Nun soll es am 18. Juni wieder losgehen. Bis es soweit ist, müssen aber noch viele Vorbereitungen erledigt werden. Die Fahrgeschäfte müssen getestet werden, Handwerker und Service-Techniker sind im Dauereinsatz. Auch die Hygiene- und anderen Schutzmaßnahmen müssen umgesetzt werden. Erst dann dürfen wieder Besucherinnen und Besucher in den Park kommen.
Mertens im Corona-Podcast über Kinder-Impfungen: Daten reichen noch nicht
Sollten alle Kinder ab zwölf Jahren in Deutschland gegen das Coronavirus geimpft werden? Im NDR Info Podcast Coronavirus-Update hat die Virologin Sandra Ciesek darüber gemeinsam mit Thomas Mertens gesprochen. Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko) geht davon aus, dass sich das Gremium Anfang der kommenden Woche zu Kinder-Impfungen äußern wird - nach dem Studium aller derzeit verfügbaren Daten. Und das sind laut Mertens noch zu wenige, um belastbare Aussagen darüber zu treffen, ob der Nutzen einer Impfung höher ist als das Risiko einer schweren Covid-19-Erkrankung, die bei Kindern nach derzeitiger Datenlage extrem selten auftritt. "Was haben die Kinder für einen Vorteil von einer Empfehlung? Diese Frage muss, so gut das eben möglich ist, gelöst werden", sagt Mertens. "Den Kindern bietet man ja kein Lakritzbonbon an, sondern es ist ein medizinischer Eingriff und der muss entsprechend indiziert sein."
SH: Registrierung für weitere Impftermine ab Donnerstag möglich
Angehörige der ersten drei Priorisierungsgruppen können sich ab Donnerstag (9 Uhr) für Impftermine in Corona-Impfzentren ihrer Wahl in Schleswig-Holstein anmelden. Sie sollen später bei Verfügbarkeit automatisch einen freien Termin zugewiesen bekommen, wie das Gesundheitsministerium gestern mitteilte. Sollte der Andrang auf der Webseite impfen-sh.de zu hoch sein, wird nach Angaben des Ministeriums wieder eine Warteschlange eingeschaltet, die automatisch auf die Website leitet, wenn das Aufkommen es zulässt. Die Registrierungs-Startphase zur Einführung des neuen Systems soll bis zum 7. Juni (13 Uhr) laufen. Danach sollen erste Termine ab dem 9. Juni vergeben werden. Das Ministerium verwies darauf, dass es aufgrund der anhaltenden Impfstoff-Knappheit mehrere Wochen dauern kann, bis Menschen nach ihrer Registrierung auf dem Portal einen Termin erhalten.
Corona-Live-Ticker am Mittwoch startet
Schönen guten Morgen! Die Redaktion von NDR.de hält Sie auch heute, am Mittwoch, 2. Juni, über die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie in Norddeutschland auf dem Laufenden. Im Blog finden Sie alle wichtigen Nachrichten und außerdem Inhalte aus den NDR Hörfunk- und Fernseh-Sendungen.
- Coronavirus-Blog: Die Lage am Dienstag, 1. Juni
- Coronavirus-Blog: Die Lage am Montag, 31. Mai
- Coronavirus-Blog: Die Lage am Sonntag, 30. Mai
- Coronavirus-Blog: Die Lage am Sonnabend, 29. Mai
- Coronavirus-Blog: Die Lage am Freitag, 28. Mai
- Coronavirus-Blog: Die Lage am Donnerstag, 27. Mai
- Coronavirus-Blog: Die Lage am Mittwoch, 26. Mai