Berlinale 2025: Auftakt zum Festival mit "Das Licht"
Bei den 75. Internationalen Filmfestspiele in Berlin konkurrieren 19 Beiträge um die Bären des Festivals. Im Programm Berlinale Special ist die Hamburgerin Leonie Benesch vertreten.
Die Berlinale startete mit dem deutschen Drama "Das Licht" von Tom Tykwer. Der Film läuft bei den Festspielen außer Konkurrenz. Darin geht es um die deutsche Mittelschichtsfamilie Engels, die ins Straucheln gerät. Die Hauptrollen spielen Lars Eidinger, Nicolette Krebitz, Elke Biesendorfer, Julius Gause und Tala Al-Deen. Letztere spielt eine Haushälterin mit vielen Geheimnissen.
Edward Berger hält Hommage auf Tilda Swinton
Gleich am Eröffnungsabend hat außerdem der gebürtige Wolfsburger Regisseur Edward Berger ("Im Westen nichts Neues", "Konklave") die Hommage auf die schottische Schauspielerin Tilda Swinton gehalten. Sie erhielt im Rahmen der Gala den Goldenen Ehrenbären des Festivals. Swinton ist aktuell im Kino mit Pedro Almodóvars "The Room next door" zu sehen und ist seit 1986 eng mit der Berlinale verbunden - seit ihrem ersten Film 2009 war sie Präsidentin der Wettbewerbsjury, insgesamt waren 26 Filme in den vergangenen Jahrzehnten mit ihr im Programm dabei.
19 Filme im Rennen um Auszeichnungen
Angekündigt zur Eröffnungsfeier waren aus der Sparte Regie der Hamburger Fatih Akin, die US-Kollegin Lana Wachowski ("Matrix") sowie Volker Schlöndorff und Nicolette Krebitz. Außerdem die Schauspielerinnen Meret Becker, Heike Makatsch, Leonie Benesch und Iris Berben, sowie die Schauspieler Elyas M'Barek, Matthias Schweighöfer und Tom Wlaschiha.
19 Filme sind im Rennen um den Goldenen oder einen der Silbernen Bären des Wettbewerbs. Zu den international bekanntesten Namen gehört etwa der US-Regisseur Richard Linklater ("Before Sunrise", "Boyhood") der mit dem Komponistendrama "Blue Moon" teilnimmt. Ethan Hawke spielt darin den Musiker Lorenz Hart.
Drama "Yunan" mit Sibel Kekilli auf einer Hallig gedreht
Im Wettbewerb läuft das von der Moin Filmförderung geförderte internationale Drama "Yunan" vom Hamburger Regisseur und Drehbuchautor Ameer Fakher Eldin. Darin geht es um einen Exilautor, der auf eine Hallig reist, um seinem Leben ein Ende zu setzen. Dort trifft er auf eine alte Frau, die neuen Lebensmut in ihm weckt. Die deutsch-französisch-palästinensisch-italienische Koproduktion wurde in Hamburg und Schleswig-Holstein gedreht - ein Großteil der Filmcrew kommt aus Hamburg. Der Film ist besetzt mit Hanna Schygulla, Georges Khabbaz, Sibel Kekilli und Tom Wlaschiha.
Ein deutscher Beitrag ist "Was Marielle weiß" von Frédéric Hambalek mit Julia Jentsch und Felix Kramer: Sie spielen die Eltern eines Mädchens mit telepathischen Fähigkeiten. Zu den weiteren Beiträgen im Wettbewerb gehören etwa "Dreams" des Mexikaners Michel Franco mit Jessica Chastain und das britische Mutter-Tochter-Drama "Hot Milk", ein Regiedebüt von Rebecca Lenkiewicz. Die Romanverfilmung ist hochkarätig besetzt mit Emma Mackey (bekannt aus der Serie "Sex Education") und Vicky Krieps.
Lars Eidinger spielt in Film von Edgar Reitz
Lars Eidinger wird nicht nur in "Das Licht" zu sehen sein, sondern auch in "Leibniz - Chronik eines verschollenen Bildes" von Edgar Reitz. Der Film läuft in der Sparte Berlinale Spezial. Darin wird der große Aufklärer und Denker Gottfried Wilhelm Leibniz (gespielt von Edgar Selge) im Auftrag der Kurfürstin Sophie von Hannover (Barbara Sukowa) gemalt. Während der Porträtsitzungen entsteht ein leidenschaftliches Ringen des Philosophen mit der jungen Malerin um die Wahrheit in Bild und Abbild, und schließlich um Liebe und Tod.
Hamburgerin Leonie Benesch im Pflegedrama "Heldin" zu sehen
Die gebürtige Hamburgerin Leonie Benesch ist ebenfalls in der Reihe Berlinale Special zu erleben: Zuletzt war sie bei der Berlinale im Oscar-Kandidaten "Das Lehrerzimmer" von İlker Çatak zu sehen. Nun verkörpert sie im Drama "Heldin" von Petra Volpe die Pflegekraft Floria, die an dem Ausnahmezustand zu zerbrechen droht, der in der Pflege zum Normalfall geworden ist.
Todd Hanyes als Jurypräsident: US-Regisseur bekannt für Melodramen
Der US-amerikanische Regisseur Todd Haynes übernimmt dieses Jahr den Juryvorsitz des Wettbewerbs. Der Drehbuchautor und Produzent ist bekannt für sein Melodram "Dem Himmel so fern" (2002), "I'm not there" (2007), eine fiktive Bob-Dylan-Biografie und "Carol" (2016), alle in der Hauptrolle besetzt mit Cate Blanchett und zuletzt etwa mit "May December" aus dem Jahr 2023. Ebenfalls Teil der Jury ist die Hannoveraner Regisseurin, Schauspielerin und Drehbuchautorin Maria Schrader ("Ich bin dein Mensch").
European Shooting Stars 2025 - Mannheimerin Devrim Lingnau dabei
Beim Berliner Filmfest widmet sich die European Film Promotion jährlich dem Schauspielnachwuchs und zeichnet die "European Shootings Stars" aus. Zuletzt gehörte hierzu etwa die Hamburgerin Benesch. 2025 werden erneut zehn Talente in Berlin vorgestellt. Mit dabei ist etwa die Hauptdarstellerin der erfolgreichen Geschichtsserie "Die Kaiserin", Devrim Lingnau. Die 26-Jährige habe in dem britischen Horrorfilm "Carmilla" beeindruckt, hieß es in der Begründung der European Film Promotion für die Einladung. In der zweiten Staffel von "Die Kaiserin" ist Lingnau bei Netflix aktuell wieder als Kaiserin Sisi zu sehen.
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