Exotische Zimmerpflanzen verschönern die triste Jahreszeit
Passionsblume, Elefantenfuß, Bromelie oder Einblatt: Exotische Zimmerpflanzen bestechen mit bizarren Formen und leuchtenden Farben. Welche Pflege benötigt welche Pflanze?
Gerade in der dunklen Jahreszeit setzen die außergewöhnlichen Pflanzen schöne farbige Akzente. Die Exoten haben sehr unterschiedliche Ansprüche an Licht, Wasser und Dünger.
So kann das Papyrusgras im durchfeuchteten Boden stehen, während etwa die Bromelie auf keinen Fall nasse Wurzeln bekommen darf. Die Anthurie - auch als Flamingoblume bekannt - wiederum verträgt keine pralle Sonne, während die Passionsblume direkte Sonneneinstrahlung liebt. Deshalb sollten sich Pflanzenliebhaber schon vor dem Kauf darüber informieren, welche speziellen Bedürfnisse die jeweilige Pflanze hat.
Viele Exoten brauchen hohe Luftfeuchtigkeit
Das Gießwasser sollte generell nicht zu kalt, sondern am besten zimmerwarm sein. Viele exotische Pflanzen kommen aus feuchtwarmen Regionen und lieben es zudem, regelmäßig mit Wasser besprüht zu werden. Einige sollten außerdem regelmäßig beschnitten werden, um ihr Wachstum anzuregen. In der kalten Jahreszeit benötigen die meisten exotischen Pflanzen, sofern sie nicht gerade blühen, keinen oder nur wenig Dünger.
Der richtige Standort
Kälte mögen die tropischen oder subtropischen Gewächse überhaupt nicht. Pflanzen, die direkt an Terrassen- oder Balkontür stehen, sollten vor dem Öffnen weggeräumt werden, da sie in frostiger Zugluft einen regelrechten Kälteschock erleiden können. Generell sollten die Exoten in der Wohnung möglichst so stehen, dass der Platz die klimatischen Bedingungen ihrer Heimat annähernd widerspiegelt.
Wer sich noch nicht so gut mit der Pflege von Zimmerpflanzen auskennt, kann mit relativ unkomplizierten Arten wie beispielsweise Spitzblume oder Einblatt beginnen.
Spitzblume zieht mit Beeren Blicke auf sich
Die Spitzblume - auch als Gewürzbeere und Korallenbeere bekannt - wächst als kleines Bäumchen und ähnelt einem Kaffeebaum. Im Frühsommer blüht sie weiß und duftet zart. Im Sommer bilden sich die ersten blassen Beeren. Zwischen November und Januar werden die Beeren reif und heben sich in kräftigem Rot von den sattgrünen Laubblättern ab. Die Pflege ist einfach: hell, aber nicht in die pralle Sonne stellen und alle zwei bis drei Tage gießen. Wenn die Spitzblume zu warm steht, verschrumpeln die Beeren und fallen schließlich ab. Wenn die Pflanze richtig gepflegt wird, kann sie in der Wohnung eine Größe von bis zu einem Meter erreichen.
Einblatt darf nicht austrocknen
Ein wahrer Dauerblüher ist das Einblatt, auch Scheidenblatt, Blattfahne oder Friedenslilie genannt. Die Pflanze stammt ursprünglich aus den Regenwäldern Südamerikas. Der Standort sollte halbschattig bis schattig sein und direkte Sonneneinstrahlung vermieden werden. Das Fensterbrett im geheizten Wohnzimmer oder Büro sind perfekte Standorte - die Temperatur sollte nicht unter 15 Grad fallen. Die Erde gleichmäßig feucht halten und nicht austrocknen lassen. Die Luftfeuchtigkeit sollte möglichst hoch sein. Die Blüten bleiben einige Wochen lang weiß. Danach verfärbt sich das Hüllblatt langsam hellgrün und bietet weitere fünf bis sechs Wochen einen hübschen Anblick.
Cattleya-Orchideen duften angenehm
Besonders beliebt sind Orchideen, allen voran die Phalaenopsis. Ein Geheimtipp ist die Cattleya-Orchidee, die es im Fachhandel oder über das Internet zu kaufen gibt. Dabei handelt es sich um eine Pflanzengattung, die rund 45 Arten umfasst. Die Cattleya-Orchideen stammen ursprünglich aus Südamerika, haben große Blüten in fast allen Farben und eignen sich sehr gut für das Fensterbrett. Viele Sorten blühen in der Winterzeit und duften sehr angenehm.