Führungskräfte von FSG und Searoad-Reederei stehen am 31.3.2025 in einer Produktionshalle, in dem ein Plakat auf den Start des Stahlschnitts hinweist. © FSG Shipyard GmbH
Führungskräfte von FSG und Searoad-Reederei stehen am 31.3.2025 in einer Produktionshalle, in dem ein Plakat auf den Start des Stahlschnitts hinweist. © FSG Shipyard GmbH
Führungskräfte von FSG und Searoad-Reederei stehen am 31.3.2025 in einer Produktionshalle, in dem ein Plakat auf den Start des Stahlschnitts hinweist. © FSG Shipyard GmbH
AUDIO: FSG stellt wieder Mitarbeiter ein (1 Min)

FSG-Nobiskrug: Knapp die Hälfte wieder in Arbeit

Stand: 02.04.2025 15:00 Uhr

Von 423 Beschäftigten sind nach dem Neustart knapp 200 zurück bei den Werften. In Flensburg wird kontinuierlich eingestellt. In Rendsburg sind noch weitere Vorbereitungen nötig.

von Peer-Axel Kroeske

Vor zwei Monaten noch haben die Beschäftigten der insolventen Werftengruppe FSG-Nobiskrug vor einer ungewissen Zukunft gestanden. Zwar hatten sich neue Investoren für beide Werften gefunden. Doch zunächst sollten fast alle in eine Transfergesellschaft wechseln. Von denjenigen ist nun knapp die Hälfte wieder in Lohn und Brot. Das hat der Geschäftsführer der Agentur für Struktur und Personalentwicklung (AgS), Oliver Fieber, NDR Schleswig-Holstein mitgeteilt. Die AgS leitet die Transfergesellschaft.

Konstruktion und Produktion bei der FSG

Die weitaus meisten seien zur neuen Flensburg Shipyard GmbH sowie der angeschlossenen Design-Gesellschaft für die Konstruktion neuer Schiffe vermittelt worden. Die Heinrich-Rönner-Gruppe hatte den Standort im Februar übernommen. Am Montag war nach Angaben des Unternehmens die Produktion wieder angelaufen. Damit gehen die Arbeiten an einer Fähre für die australische Reederei Searoad weiter, die zuvor über viele Monate ruhten.

Rüstungsbetrieb FFG interessiert sich für die Werftarbeiter

Am ehemaligen Nobiskrug-Standort in Rendsburg seien für den Neustart dagegen noch weitere Vorbereitungen nötig, so Fieber. Dort ist das Unternehmen Lürssen eingestiegen, das bereits mit der Lürssen-Kröger Werft im benachbarten Schacht-Audorf (Kreis Rendsburg-Eckernförde) am Nord-Ostsee-Kanal vertreten ist. Einige ehemalige Nobiskrug-Mitarbeiter wurden zudem in Flensburg eingestellt. Auch andere Betriebe sind an den ehemaligen Werftarbeitern interessiert: Vermittelt wurde laut AgS an insgesamt 10 Unternehmen. Darunter ist auch der Rüstungsbetrieb FFG in Flensburg, der Expansionspläne hat.

Noch zwei Monate Zeit

Die Transfergesellschaft läuft für die meisten Kollegen noch bis Ende Mai. Sie ist auf vier Monate begrenzt. Einzelne, die im Februar bei der FSG noch Restarbeiten verrichteten, bleiben bis Ende Juni. In den kommenden Wochen will die AgS die verbleibenden Beschäftigten für künftige Aufgaben insbesondere bei der FSG qualifizieren, damit auch diese eine neue Chance bekommen.

Weitere Informationen
FSG Nobiskurg © NDR Foto: Tobias Gellert

Rettung der Werften FSG-Nobiskrug: Rönner und Lürssen übernehmen

Somit gibt es für die Werften eine Zukunft - mit wie vielen Beschäftigten es dann weitergeht, ist aber noch unklar. mehr

Flensburger Schiffbaugesellschafft. © Rönner Verwaltungsgesellschaft.

Flensburger Schiffbau-Gesellschaft produziert wieder

Nach monatelanger Pause ist in den Hallen der Flensburger Schiffbau-Gesellschaft am Montag wieder die Produktion angelaufen. mehr

Flensburg: Ein Panzer vom Typ ·Leopard 1· steht auf dem Gelände der Firma FFG Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft mbH an der Werftstraße. © dpa Foto: Daniel Reinhardt

Flensburg: Panzerbauer FFG plant neues Werk in Handewitt für 2027

Bis zu 75 Millionen Euro will die Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft in den neuen Standort investieren. 2027 soll die Produktion starten. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 02.04.2025 | 16:30 Uhr

Schlagwörter zu diesem Artikel

Flensburg

Kreis Rendsburg-Eckernförde

Schiffbau

Nachrichten aus Schleswig-Holstein

Ein Kleintransporter steht an einer Bushaltestelle © NDR Foto: NDR Screenshot

Grundschule Fleckeby setzt auf eigene Schulbusse - mit Erfolg

Hintergrund waren die vielen Ausfälle im ÖPNV. Nun klappt alles deutlich besser. Und auch Elterntaxis gibt es kaum noch. mehr

Videos