Ein Containerschiff fährt durch den Nord-Ostee-Kanal unter der Rendsburger Eisenbahnhochbrücke durch. © picture alliance / imageBROKER Foto: Siegfried Kuttig
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AUDIO: Nord-Ostsee-Kanal: Höhenkontrolle löst 38 Mal aus (1 Min)

Nord-Ostsee-Kanal: 38 Schiffe zu hoch bei Höhenkontrolle

Stand: 03.04.2025 12:20 Uhr

Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt hat am Nord-Ostsee-Kanal in den vergangenen drei Jahren insgesamt 38 Schiffe gestoppt, die zu hoch waren. Hintergrund der Kontrollen ist auch eine Kollision am NOK im Jahr 2022.

Erlaubt sind maximal 40 Meter - so hoch darf ein Schiff sein, das durch den Nord-Ostsee-Kanal (NOK) zwischen Kiel-Holtenau und Brunsbüttel (Kreis Dithmarschen) fahren will. Ist es höher, stoppt es das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA). Den Beamten sind in den vergangenen drei Jahren nach eigenen Angaben 38 Schiffe aufgefallen, die zu hoch waren.

18 von ihnen waren bis zu 20 Zentimeter höher und durften trotzdem weiterfahren. Das teilte das WSA auf Anfrage mit. Andere konnten unter anderem Ballast aufnehmen und so die Höhe reduzieren. Drei durften nicht durch den NOK zwischen Kiel-Holtenau und Brunsbüttel fahren und mussten den Umweg über den Skagerrak nehmen. Diesen Umweg wollen viele Reedereien vermeiden, weil er rund 460 Kilometer lang ist. Außerdem sind die Wetterverhältnisse nördlich von Dänemark oft schwierig.

Kapitän will zu hohen Mast einfach absägen

Besonders kurios: Einer der abgewiesenen Kapitäne wollte einen Mast an seinem Seeschiff absägen, um weiterfahren zu dürfen. Das wurde allerdings nicht genehmigt. Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt überprüft die Höhe der Schiffe in Kiel und Brunsbüttel regelmäßig.

Die Holtenauer Hochbrücke, die in Kiel über den Nord-Ostsee-Kanal führt. © NDR Foto: Thomas Viet Dang
Die Sanierung der beiden Holtenauer Hochbrücken nach einer Kollision 2022 hat laut Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr etwa neun Millionen Euro gekostet.
Millionenschaden nach Frachterkollision in Kiel-Holtenau

Im November 2022 hatte ein finnisches Schiff die Holtenauer Hochbrücken beschädigt, weil der geladene Kran bei der Durchfahrt vier Meter zu hoch war. Das haben Ermittlungen der Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung ergeben. Eigentlich sollte der Frachter den Kran über den NOK von Rostock ins dänische Esbjerg transportieren. Beim Zusammenstoß mit der Brücke ging der Kran kaputt und auch die Brücken sowie das Deck der "Meri" wurden beschädigt. Der NOK war daraufhin zunächst gesperrt, ebenso wie die B503, die über die Holtenauer Hochbrücke führt.


03.04.2025 13:59 Uhr

Hinweis der Redaktion: Ein Schiff, das durch den NOK fährt, darf maximal 40 Meter hoch sein. In einer vorherigen Version des Artikels hatten wir fälschlicherweise von 30 Metern Maximalhöhe berichtet. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

 

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 03.04.2025 | 09:30 Uhr

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