Grundschule Fleckeby setzt auf eigene Schulbusse - mit Erfolg
Die Grundschule Fleckeby organisiert den Schulbusverkehr selbst. Der Grund dafür: die vielen Ausfälle im öffentlichen Busverkehr. Jetzt läuft es besser - und Elterntaxis sind auch kaum noch zu sehen.
Der Parkplatz der Grundschule Fleckeby (Kreis Rendsburg-Eckernförde) um 7.40 Uhr, kurz vor Schulbeginn: Zwei geparkte Autos stehen auf der Fläche - das war's. Noch vor einem Jahr gab es hier an vielen Tagen ein reges Kommen und Gehen: Elterntaxis. Das ist jetzt vorbei. Denn die Schule holt die Kinder selbst ab. Der Träger, der Schulverband Fleckby, schaffte zum neuen Schuljahr drei Busse an und stellte drei Fahrer ein. Sie bringen die 140 Kinder jetzt in mehreren Runden zum Unterricht.
Eigene Schulbusse in Fleckeby - der Kreis spart Geld
150.000 Euro kosteten die Busse. Zwei Drittel davon bekommt der Schulverband vom Kreis zurück - den Rest trägt er selbst. Kreis und Schulträger müssen gemeinsam für die Schulbeförderungskosten aufkommen. Der Kreis spart laut Schulträger mit den Schulbussen Geld, weil er im ÖPNV - ohne Schülerverkehr - kleine Busse einsetzen kann. Das sei eine Win-Win-Situation für beide Seiten, so der Träger. "Früher gab es viele Ausfälle im ÖPNV aus verschiedensten Gründen. Die Eltern wussten oft nicht Bescheid, ob die Busse nun kommen oder nicht. Das war uns alles zu unsicher", erklärt der Vorsteher des Schulverbandes Peter Thordsen. Mit dem selbstorganisierten Busverkehr klappe es nun deutlich besser.
Neue Fahrpläne passten nicht zu den Schulzeiten
Der Kreis Rendsburg-Eckernförde erlaubte der Grundschule den Busverkehr in Eigenregie, weil die ÖPNV-Busse in dem ländlichen Gebiet lange unterwegs waren und die Schulzeiten nicht mit einem veränderten Fahrplan kompatibel waren. Insgesamt 290.000 Euro kostet der Schulbusverkehr für die Grundschule Fleckeby pro Jahr. Wieviel der Kreis unterm Strich spart, ist zum Ende des Schuljahres klar.
Vom Schulverband heißt es, Streiks, kaputte Busse oder kranke Fahrer seien bisher noch nicht aufgetreten. Die Schule habe mit seinen drei Fahrern diese Probleme bisher nicht, sagt er. Und so können auch die Elterntaxis zu Hause bleiben.
