Keine Post: Zusteller in MV legen die Arbeit nieder
Viele Briefe und Pakete dürften sich auch heute verzögern. Bei der Deutschen Post gibt es wieder einen Warnstreik. Die Gewerkschaft ver.di hat die Zusteller in Mecklenburg-Vorpommern aufgefordert, die Arbeit niederzulegen.
Im Tarifkonflikt mit der Deutschen Post sind heute unter anderem die Standorte in Ludwigslust, Anklam, Bad Doberan, Demmin, Dargun, Samtens, Roggentin, Teterow und Plau am See von Warnstreiks betroffen. Wie ein ver.di-Sprecher auf Nachfrage sagte, werden dadurch landesweit rund 40.000 Briefe und etwa 2.000 Pakete nicht ausgeliefert werden können. Der Streik soll am Freitag fortgeführt und sogar deutlich ausgeweitet werden.
Warnstreik in Paketzentren
In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch hatte ver.di bereits die Beschäftigten in den Paketzentren zu Warnstreiks aufgerufen. Unter anderem konnten in Neustrelitz etwa 120.000 Sendungen deshalb nicht bearbeitet werden. Das Paketzentrum soll diesmal aber nicht von Streiks betroffen sein.
Nächste Verhandlung Anfang kommender Woche
Seit Anfang Januar dauern die aktuellen Tarifverhandlungen schon an. "Das Angebot, das die Arbeitgeber in der dritten Verhandlungsrunde vorgelegt haben, ist völlig unzureichend. Bei Annahme würde es spürbare Reallohn-Einbußen für die Beschäftigten bedeuten", sagte Andrea Kocsis, stellvertretende ver.di-Vorsitzende und Verhandlungsführerin. Anfang kommender Woche soll weiterverhandelt werden.
Laut ver.di sind bei der Deutschen Post AG bundesweit rund 170.000 Menschen tariflich beschäftigt, in der Ausbildung oder dem Studium.
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