Getreideernte in Schleswig-Holstein © NDR Foto: Kevin Laske

Getreide-Ernte in MV fällt besser als der Durchschnitt aus

Stand: 14.09.2023 13:11 Uhr

Die Getreideernte ist in Mecklenburg-Vorpommern in diesem Jahr überdurchschnittlich gut ausgefallen. Das gab Agrarminister Till Backhaus (SPD) auf der Agrarmesse MeLa bekannt.

Mecklenburg-Vorpommerns Bauern haben trotz der Wetterkapriolen 2023 eine überdurchschnittliche Getreideernte eingefahren. "Es gibt zwar Probleme bei der Qualität, doch die Erträge liegen über dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre", sagte Agrarminister Till Backhaus (SPD) auf der Agrarmesse MeLa in Mühlengeez (Landkreis Rostock). So fuhren die Landwirte bei der wichtigsten Frucht, dem Weizen, 81,3 Dezitonnen Korn pro Hektar ein - der Durchschnitt liegt bei 75,4 Dezitonnen pro Hektar.

Gerste-Ernte zwölf Prozent über dem Durchschnitt

Bei Gerste wurden pro Hektar 84,3 Dezitonnen geerntet, etwa zwölf Prozent über dem Durchschnitt. Bei Raps, bei dem Mecklenburg-Vorpommern mit 198.000 Hektar das mit Abstand größte Anbaugebiet Deutschlands hat, wurden 38,1 Dezitonnen eingefahren, zehn Prozent über dem Durchschnitt. Ähnlich lautet nach Angaben des Ministers das Ergebnis bei Winterroggen. Die Ergebnisse gehen laut Backhaus vor allem auf Können und Erfahrung der Landwirte zurück.

Lange Trockenphase im Mai und im Juni

Die Getreideanbauer mussten eine ungewöhnlich lange Trockenphase im Mai und im Juni überstehen. Nach Erntebeginn sorgten wochenlange Regenschauer von Mitte Juli bis Mitte August für eine lange Erntepause. Der Landesbauernverband hatte wegen der Wetterereignisse nur mit einem maximal durchschnittlichen Ergebnis gerechnet. Die Agrar- und Ernährungswirtschaft gilt mit rund 50.000 Beschäftigten als einer der wichtigsten Wirtschaftszweige im Nordosten.

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NDR 1 Radio MV | Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern | 14.09.2023 | 14:00 Uhr

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