OB-Kandidat Klose: Stärker Zusammenrücken für ein Wir-Gefühl
Respekt, Toleranz und Lust aufs Mitmachen. Diese drei Punkte nennt Nico Klose (parteilos), wenn er über das Stadtgefühl spricht, das er sich für Neubrandenburg wünscht.
"Ich trete an für eine Wiederbelebung des Wir-Gefühls, für einen neuen Schub in Richtung Eigenidentität,“ sagt der 38-Jährige. Er selbst beschreibt sich als Menschenfreund. Das qualifiziere ihn dazu eine Stadtverwaltung zu leiten. Die Aufgaben und Pflichten des Bürgermeisteramtes kenne er. Seit 2014 ist er Mitglied der Gemeindevertretung Neverin, seit 2019 dort Bürgermeister. Seit vergangenem Jahr ist er außerdem Mitglied des Kreistages der Mecklenburgischen Seenplatte und Stellvertretender Vorsteher des Amtes Neverin.
Selbstständig mit einem Versicherungsbüro
Geboren und aufgewachsen ist Nico Klose in Neubrandenburg. Er ist verheiratet und hat einen Sohn. Nach der Schule lernte er Groß- und Außenhandelskaufmann und war im Holzhandel tätig. Danach folgte eine zweite Ausbildung zum geprüften Versicherungskaufmann und Finanzanlagenfachmann. Seit 16 Jahren ist er selbstständig und leitet in seiner Geburtsstadt ein Versicherungsbüro.
Finanzielle Leistungsfähigkeit und Alterseinsamkeit
Über die Situation von Neubrandenburg sagt der 38-Jährige, die Stadt stehe grundsätzlich gut da. "Wenn wir uns das wieder bewusst machen, können wir die Dinge, die noch nicht zufriedenstellend laufen, viel beherzter und ehrgeiziger angehen“, sagt er. Als Oberbürgermeister würde Nico Klose eine starke und tolerante Stadtidentität vorantreiben. Knackpunkte seien außerdem die finanzielle Leistungsfähigkeit der Kommune und die zunehmende Alterseinamkeit. "Wir werden stärker zusammenrücken müssen und uns pragmatisch fragen, wo wir unsere Prioritäten setzen wollen.“ Am Ende einer möglichen Amtszeit, so ist seine Hoffnung, hätten die Neubrandenburger gelernt, die Ärmel hochzukrempeln und ein Zuhause geschaffen, das sie gern Heimat nennen.
Schätzt herzliche, wortkarge und ehrliche Art
Die Lieblingsplätze von Nico Klose in der Stadt sind die Konzertkirche, das Regionalmuseum und die Kunstsammlung. Dort, wo es etwas zu entdecken gibt, da finde man ihn wohl am ehesten, sagt er. An Neubrandenburg mag er besonders die herzliche, wenn auch manchmal wortkarge und zurückhaltende, aber herzliche Arte der Menschen.
