Crowdfunding macht Grotmoor zum Klimamoor

Eine rund 100 Hektar große Teilfläche des Grotmoors in der Gemeinde Heidmoor (Kreis Segeberg) wird aktuell wieder vernässt. Das sei wichtig, sagt Mathias Büttner von der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein, weil so jedes Jahr 1.200 Tonnen CO2 nicht mehr in die Luft abgegeben würden. Das Treibhausgas entsteht durch eine chemische Reaktion zwischen Torf und Sauerstoff. In einem am Donnerstag (27.2.) abgeschlossenen ersten Schritt haben dafür mehrere Spezial-Bagger Bäume, Büsche und Reste der landwirtschaftlichen Nutzung entfernt, zum Beispiel drei Kilometer Maschendrahtzaun.
Über den Sommer müssen die Arbeiten für den Naturschutz unterbrochen werden, so Büttner. Im Anschluss sollen Drainagen und Gräben beseitigt werden und stattdessen ein rund zehn Kilometer langer Torf-Wall entstehen. So werde die Fläche zu einer Art großen Badewanne, die das Wasser im Moor halte. Die Arbeiten sollen dann Anfang 2026 final abgeschlossen sein. Neben der Stiftung Naturschutz sind auch die Schleswig-Holsteinischen Landesforsten in das Projekt involviert. Die Umbauarbeiten werden über Crowdfunding refinanziert. Sobald CO2 eingespart wird, können Privatpersonen und Unternehmen dafür Zertifikate erwerben.
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