Lathen: Neues Zuhause für Hyperloop-Forschung?

Die stillgelegte Transrapid-Teststrecke in Lathen im Landkreis Emsland könnte für aktuelle wissenschaftliche Zwecke reaktiviert werden. Die Hochschulen Emden/Leer und Oldenburg haben nach eigenen Angaben Fördergelder für ein mehrjähriges Schallgeschwindigkeitsprojekt beim niedersächsischen Wissenschaftsministerium beantragt. Ziel soll sein, ein europäisches Hyperloop Forschungs- und Technologiezentrum in Lathen zu etablieren und dort die Mobilität der Zukunft zu erforschen. Nach Angaben von Walter Neu von der Hochschule Emden/Leer dürften Aufbau und Betrieb rund 40 Millionen Euro kosten, verteilt auf eine Nutzungszeit von zehn Jahren.
Hyperloop: Schallgeschwindigkeits-Transport in der Röhre
Das Hyperloop-System funktioniert nach einer Art Rohrpostprinzip mit Magnetschwebetechnik. Durch die Senkung von Luftwiderstand und den Wegfall der Rollreibung erreicht der Zug Überschallgeschwindigkeit. Dieses System könnte auf einer Teilstrecke installiert werden. Über die Vergabe der Fördergelder gebe es noch keinen Beschluss, sagte eine Sprecherin des Wissenschaftsministeriums am Mittwoch gegenüber NDR 1 Niedersachsen.
Schwerer Unfall beendet 2006 Transrapid-Pläne
Ursprünglich wurde in Lathen der Transrapid getestet, eine Magnetschwebebahn für den Hochgeschwindigkeitsverkehr. Die Teststrecke, 1987 in Betrieb genommen, ist seit Ende 2011 stillgelegt. Am 22. September 2006 ereignete sich ein schwerer Unfall, bei dem 23 Menschen einer Besuchergruppe starben.
