Bomben-Evakuierung in Osnabrück: Bahnhof am Sonntag gesperrt
Die für Sonntag geplante Evakuierung zum Untersuchen möglicher Blindgänger im Lokviertel in Osnabrück hat Folgen für den Zugverkehr. Regionalzüge halten vor Osnabrück, Fernzüge werden umgeleitet.
Von 7 Uhr bis voraussichtlich 21 Uhr werde der Hauptbahnhof gesperrt, teilte die Deutsche Bahn (DB) mit. Es komme im Fern- und Nahverkehr der Bahn zu Zugausfällen und Verspätungen. Im Nahverkehr soll es einen Ersatzverkehr mit Bussen geben. Mehrere Fernzüge werden laut DB umgeleitet und kommen voraussichtlich rund 45 Minuten später an. Auch entfallen demnach auf mehreren Verbindungen im Fernverkehr die Halte an den Hauptbahnhöfen in Bremen und Münster.
Regionalzüge: Diese Änderungen sind geplant
- RE 9 Osnabrück - Bremen - Bremerhaven: Die Züge enden und beginnen von 7 bis 21.45 Uhr vorzeitig in Bohmte. Zwischen Bohmte und Hasbergen soll es einen Ersatzverkehr mit Bussen geben, der an der Ersatzhaltestelle "Berliner Platz" in Osnabrück hält.
- RE 62 Löhne - Osnabrück - Rheine: Die Züge fallen der DB zufolge den gesamten Tag aus. Die Bahn empfiehlt unter anderem, auf den RE 6 und den RE 7 mit Umstieg in Hamm auszuweichen.
Diese Fernzüge fallen aus oder werden umgeleitet
- IC Berlin - Hannover - Osnabrück - Münster/Bad Bentheim - Amsterdam: Zug fällt aus
- IC Kiel - Hamburg - Köln - Frankfurt (Main) Flughafen Fern. - Mannheim - Stuttgart - München: voraussichtlich 45 Minuten verspätet, kein Halt in Osnabrück, Bremen, Münster
- ICE/IC Westerland (Sylt)/Stralsund - Hamburg - Bremen - Essen/Dortmund - Köln - Aachen/Frankfurt (Main) - Nürnberg - Passau/München: voraussichtlich 45 Minuten verspätet, kein Halt in Osnabrück, Bremen, Münster
- ICE/EC Ostseebad Binz/Hamburg/Berlin - Düsseldorf - Köln - Frankfurt (Main) Flugh. Fern – Mannheim - Basel - Zürich/Interlaken Ost: voraussichtlich 45 Minuten verspätet, kein Halt in Osnabrück, Bremen, Münster
15.400 Anwohner vor Evakuierung
Wegen der Bombenräumung müssen am Sonntag zudem 15.400 Anwohnerinnen und Anwohner ihre Wohnungen verlassen. Im Evakuierungsgebiet liegen laut Stadt außerdem zwei Krankenhäuser und vier Pflegeheime. Als Notunterkunft soll an dem Tag eine Gesamtschule dienen.
Verdachtsfälle bei Bauarbeiten entdeckt
Erst am 6. März wurde in Osnabrück im Stadtteil Voxtrup ein Blindgänger entschärft. Im Lokviertel ist im Februar eine Weltkriegsbombe entschärft worden. Auf dem Gelände des früheren Güterbahnhofs in Osnabrück soll ein neues Stadtviertel entstehen. Weil das Gelände während des Zweiten Weltkriegs massiv bombardiert wurde, rechnet die Stadt mit weiteren Verdachtsfällen während der Bauarbeiten.
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