Deshalb stoppt Tennet Pläne für Umspannwerk in Pöschendorf
In der Gemeinde Pöschendorf bei Schenefeld (Kreis Steinburg) wird nun doch kein Umspannwerk gebaut. Der Netzbetreiber Tennet ist laut einer Firmensprecherin von seinen ursprünglichen Plänen abgerückt. Die Mitglieder einer Bürgerinitiative wollten den Bau in Pöschendorf verhindern, weil aus ihrer Sicht das Gebäude zu nah an den Wohnhäusern des 260 Einwohner großen Dorfes geplant war.
Nachbargemeidnen Agethorst und Mehlbek im Fokus
Tennet hat sich nun Flächen in den beiden Nachbargemeinden Agethorst und Mehlbek gesichert. Sebastian Rutzen zufolge, der das Projekt als Referent für Bürgerbeteiligung begleitet, hatte sich der Netzbetreiber zunächst aufgrund von bereits vorhandenen Bestandsflächen in seiner Planung auf Pöschendorf konzentriert. Der Kauf zusätzlicher Flächen habe sich dann aber schwieriger gestaltet als der Flächenkauf in Mehlbek. Zudem sei der Abstand zur Wohnbebauung dort größer.
Während in Mehlbek ein Umspannwerk entstehen soll, ist in Agethorst ein Konverter und eine Gleichstrom-Schaltanlage geplant. Die Anlagen in den beiden Gemeinden sollen mit einer Freileitung verbunden werden und sollen das Stromdrehkreuz Nordhub bilden. Dass der Hub, der insgesamt eine Fläche von 45 bis 50 Hektar benötigt, nicht auf das Gebiet einer einzigen Gemeinde passen würde, sei schon lange klar gewesen, so Sebastian Rutzen.
Am 9. April will der Netzbetreiber auf einem Infomarkt im Vereins- und Sportlerheim Mehlbek über den Planungsstand informieren.
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