Sieben Tiere tot: Schäfer vermutet erneuten Wolfsangriff

Stand: 22.04.2024 13:58 Uhr

In Ehmkendorf im Landkreis Rostock hat es erneut einen vermutlichen Wolfsangriff auf eine Schafs- und Ziegenherde gegeben. Es war nicht der erste Vorfall dieser Art.

Zum dritten Mal innerhalb von zehn Tagen sind in Ehmkendorf (Landkreis Rostock) Weidetiere vermutlich von einem Wolf angegriffen worden. In den frühen Morgenstunden fand Schäfer Andre Brandt eine Ziege und sechs Schafe mit Bisswunden tot auf seiner Koppel. Weitere fünf Schafe seien schwer verletzt und vom Tierarzt behandelt worden, so der Schäfer zu NDR 1 Radio MV.

Zwei weitere Angriffe seit vergangenem Wochenende

Der Schäfer räumte am Montagvormittag seine Koppel, um die überlebenden Schafe zu schützen. Vor zehn Tagen wurden in Ehmkendorf ein Ziegenlamm und zwei Schafe gerissen. Am vergangenen Montag fand der Schäfer dann vier Schafe durch einen Kehlbiss so schwer verletzt auf, dass eine Tierärztin sie einschläfern musste. 

Ein Gutachten bestätigt den Verdacht

Das Rissbild des aktuellen Angriffs lege nahe, dass der Verursacher ein Wolf war, hieß es vom Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommerns. Das Gutachten zum ersten Angriff liegt laut Ministerium mittlerweile vor und bestätigt, dass es ein Wolf war. Den Abschuss des Wolfes hat er bei der unteren Naturschutzbehörde beantragt, so Schäfer Brandt.

Landesbauernverband für Abschuss

Nach einem ähnlichen Vorfall im nahe gelegenen Redderstorf Anfang April hatte sich auch der Landesbauernverband für einen Abschuss stark gemacht. Laut Ministerium dürfen derzeit in Mecklenburg-Vorpommern allerdings keine Wölfe geschossen werden. Die entsprechende Verordnung soll im August in Kraft treten. Außerdem gilt zurzeit der Elterntierschutz.

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Ein totes Schaf liegt mit einer Bissverletzung am Hals auf dem Boden. © Dana Zelck Foto: Dana Zelck

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NDR 1 Radio MV | Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern | 22.04.2024 | 19:30 Uhr

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