Ein Schild mit der Aufschrift „Nord Stream 2 Committed Reliable Safe“ hängt im Gewerbegebiet Lubmin. © Stefan Sauer
Ein Schild mit der Aufschrift „Nord Stream 2 Committed Reliable Safe“ hängt im Gewerbegebiet Lubmin. © Stefan Sauer
Ein Schild mit der Aufschrift „Nord Stream 2 Committed Reliable Safe“ hängt im Gewerbegebiet Lubmin. © Stefan Sauer
AUDIO: Russland und USA sprechen offenbar über Nord Stream 2 (1 Min)

Russland und USA sprechen offenbar über Nord Stream 2

Stand: 27.03.2025 08:23 Uhr

Die USA und Russland führen offenbar Gespräche über eine mögliche Inbetriebnahme der Gaspipeline Nord Stream 2. Diese Behauptung stellte der russische Außenminister Sergej Lawrow auf. Er betonte, dass eine "normale Energieversorgung Europas" nicht nur im Interesse Russlands und der USA liege.

Russland und die USA sprechen offenbar über eine mögliche Inbetriebnahme der Gaspipeline Nord Stream 2. Das behauptet der russische Außenminister Lawrow. In den vergangenen Wochen kursierten Medienberichte, wonach eine Wiederinbetriebnahme von Nord Stream 2 Teil einer amerikanisch-russischen Vereinbarung zur Beendigung des Ukraine-Kriegs sein könnte. Dabei soll auch ein US-Investor eine Rolle spielen. Nord Stream 2, eine Pipeline zur Lieferung russischen Erdgases nach Deutschland, wurde nach dem russischen Angriff auf die Ukraine im Februar 2022 von der deutschen Bundesregierung nicht in Betrieb genommen.

Keine Zertifizierung für Nord Stream 2

Die Zertifizierung durch die Bundesnetzagentur wurde nicht erteilt. Im September 2022 wurden drei der vier Stränge der beiden Nord-Stream-Pipelines durch Explosionen zerstört. Ein Strang von Nord Stream 2 blieb intakt und könnte theoretisch genutzt werden. Lawrow sagte, es werde spannend sein zu beobachten, "ob die Amerikaner ihren Einfluss auf Europa nutzen und es zwingen, russisches Gas nicht weiter abzulehnen", sagte Lawrow im russischen Fernsehen. Konkrete Details zu den angeblichen Gesprächen nannte er jedoch nicht.

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Mecklenburg-Vorpommern im Fokus

Die Pipeline, die in Lubmin anlandet, spielte eine zentrale Rolle in der Energiepolitik Mecklenburg-Vorpommerns. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) sagte kürzlich: Man solle auf gar keinen Fall solche Signale senden, und sie werde es nicht zulassen, dass das Thema noch mal auf dem Rücken Mecklenburg-Vorpommerns ausgetragen werde.

Politischer Widerstand gegen russisches Gas

Die Bundesregierung und die EU schließen eine Rückkehr zu russischem Gas kategorisch aus. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen plant sogar einen vollständigen Ausstieg aus russischen fossilen Energien. Während einzelne Wirtschaftsvertreter eine Nutzung der Pipeline nicht ausschließen, bleibt der politische Widerstand groß.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern | 27.03.2025 | 09:00 Uhr

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