Immobilien in Hamburg: Preisunterschiede in Stadtteilen wachsen

Stand: 03.04.2025 06:46 Uhr

In Hamburg werden die Preisunterschiede für Immobilien je nach Stadtteil immer größer. Das zeigt der neue LBS-Immobilienatlas 2025. Danach kosten Eigentumswohnungen etwa in Harvestehude jetzt das 3,5-fache im Vergleich zu Marmstorf, Hausbruch und Steilshoop.

11.500 Euro pro Quadratmeter zahlt man im Durchschnitt für Wohnungen in Harvestehude und der Hafencity. Nur 3.500 Euro in Marmstorf, Hausbruch und Steilshoop.

In Bergstedt, Barmbek-Nord und Eißendorf sind die Preise um etwa 13 Prozent und mehr gestiegen. Im Umland legten die Wohnungen besonders in Bargteheide, Norderstedt und Pinneberg zu.

Auch Preise für Einfamilienhäuser unterschiedlich

Die Preise klaffen immer weiter auseinander. Das gilt auch für Einfamilienhäuser von 120 Quadratmetern, weiß Sabine König von der LBS Nordost: "In Ochsenwerder kann man für 300.000 Euro ein Haus erwerben. Wenn man in Harvestehude an der Alster kaufen möchte, ist man eher bei 1,9 Millionen."

Energie-Effizienz als entscheidender Faktor

König ergänzt: "Früher haben wir immer gesagt, es gibt drei Einflussfaktoren für den Immobilienpreis: Lage, Lage, Lage. Heute hat sich das etwas gedreht, es ist Lage, Lage und Energie-Effizienz." Es komme beispielsweise darauf an, ob Fassade und Dach gedämmt sind, ob es eine Wärmepumpe oder Fotovoltaik gibt. Brauchen Immobilien wenig Energie, erzielen sie im Schnitt 360 Euro mehr pro Quadratmeter. Das lohnt sich, trotz der hohen Investitionen, meint die LBS. Vor allem auf dem Land zähle die Energie-Effizienz.

Blick auf Balkone von Wohnhäusern in der Mitte Altona. © Marcus Brandt/dpa
AUDIO: LBS-Immobilienatlas 2025: Preise steigen wieder (1 Min)

König: "Preise steigen tendenziell weiter"

Trotz frisch gestiegener Bauzinsen blickt Sabine König positiv nach vorn: "Wir gehen davon aus, dass die Preise nicht mehr sinken werden und tendenziell wieder leicht steigen. Auf Basis der Beruhigung werden jetzt wahrscheinlich wieder mehr Marktteilnehmer in den Markt zurückkommen."

Sinkende Preise bei Neubauten

Etwas anders sieht es bei neu gebauten Häusern aus. In Hamburg sank der Preis um rund 7 Prozent. Allerdings werden die Häuser häufig ohne Küche und Parkett angeboten, das müssen Käuferinnen und Käufer dann noch selbst zahlen.

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Blick auf Balkone von Wohnhäusern in der Mitte Altona. © Marcus Brandt/dpa

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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 02.04.2025 | 19:30 Uhr

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