Ostseestrand auf Rügen © NDR Foto: Corinna Schaak aus Wiek

Zweithöchster Wert: Ostsee hat sich weiter erwärmt

Stand: 08.01.2025 16:34 Uhr

Die Wassertemperatur der Ostsee lag 2024 mehr als ein Grad über dem Durchschnitt. Mit 9,6 Grad Celsius war es das zweitwärmste Jahr seit Beginn der Messungen - ein klarer Hinweis auf den Klimawandel.

Die Wassertemperatur der Ostsee lag 2024 mehr als ein Grad über dem langjährigen Mittel. Das haben Messungen des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) ergeben. Durchschnittlich war die Ostsee im vergangenen Jahr 9,6 Grad Celsius warm. Wie das BSH am Mittwoch mitteilte, war 2024 damit das zweitwärmste Jahr seit Beginn der Datenaufzeichnungen. Nur 2020 wurden noch höhere Temperaturen gemessen. Die Entwicklung sei eine direkte Folge des Klimawandels, sagt Kerstin Jochumsen, Leiterin der Abteilung für Meereskunde. Dadurch verändere sich die Meeresumwelt zunehmend.

Ostsee seit 1990 um knapp zwei Grad wärmer geworden

Besonders auffällig war der vergangene Juni - mit mehr als drei Grad über dem langjährigen Mittelwert. Aber auch im Mai, September und Oktober war das Wasser deutlich wärmer als üblich. Das Bundesamt misst die Wassertemperatur der Ostsee seit 1990 - mit Hilfe von Satelliten, festen Stationen auf dem Wasser und Messgeräten an Schiffen. Seitdem ist die Ostsee laut BSH um 1,9 Grad wärmer geworden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern | 08.01.2025 | 16:00 Uhr

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