Am S-Bahnhof Barmbek hat die Polizei am Donnerstagnachmittag mit einem Großaufgebot nach dem Terroristen Burkhard Garweg der sogenannten Rote-Armee-Frakition (RAF) gefahndet. Vorausgegangen war der Anruf eines Passanten, der den Gesuchten gesehen haben will. Auch der Polizeihubschrauber kam zum Einsatz, jedoch ohne Erfolg. Nach einer Stunde wurde die Suche eingestellt. Garweg ist in Hamburg aufgewachsen und zählt zur dritten Generation der RAF. Mit Ernst Volker Staub und der inhaftierten Daniela Klette soll er Überfälle auf Geldtransporter begangen haben, um das Leben im Untergrund zu finanzieren.
In Hamburg gibt es etwa 40.000 betriebliche Auszubildende, etwa 13.000 davon suchen eine Wohnung. Nun sollen Azubis auf Grundstücken von Bildungseinrichtungen wie Schulen wohnen können. Schulsenatorin Ksenija Bekeris und Finanzsenator Andreas Dressel (beide SPD) stellten am Donnerstag das "Bildungshaus Plus" vor. Der Prototyp soll bis 2028 in Bramfeld gebaut werden. In den oberen Geschossen sollen Azubi-Wohnungen entstehen, das Erdgeschoss könnte für eine Kita genutzt werden. Dressel will bezahlbaren Wohnraum für Nachwuchskräfte schaffen, um sie in die Stadt zu holen. In den nächsten fünf Jahren sind 3.000 Plätze geplant.
Auf der A7 sind am Donnerstagnachmittag mehrere Autos ineinander gerast. Gegen 15.30 Uhr hatte es zwischen Marmstorf und Heimfeld einen starken Hagelschauer gegeben, dadurch war die Fahrbahn innerhalb kürzester Zeit so vereist, dass ein Pkw ins Schleudern geriet. Er kollidierte mit mindestens drei weiteren Autos. Weil viele Verletzte befürchtet wurden, landete ein Rettungshubschrauber auf der Autobahn. In den Fahrzeugen saßen insgesamt sechs Personen, eine wurde leicht verletzt. Die Fahrspur Richtung Norden war zeitweise voll gesperrt.
Auszubildende und Beschäftigte des öffentlichen Dienstes, die parallel studieren, haben am Mittwoch in St. Georg demonstriert. Aufgerufen zu dem bundesweiten Warnstreik hatte die Gewerkschaft ver.di. Die Arbeit niedergelegt hatten Auszubildende aus dem UKE, den Asklepios-Kliniken, der Hamburg Port Authority sowie der Stadtreinigung. Laut ver.di haben die Arbeitgeber bislang im laufenden Tarifstreit kein Angebot vorgelegt. Die Gewerkschaft fordert pro Monat 200 Euro mehr für die Azubis und Dual-Studierenden. Dazu eine unbefristete Übernahme sowie acht Prozent mehr Lohn für alle anderen Beschäftigten. Außerdem will die Gewerkschaft drei zusätzliche freie Tage.
Der Hamburger Senat hat einen Mietenmelder beschlossen. Ab sofort können sich Betroffene auf einer Webseite der Stadt direkt an die jeweilige Dienststelle des Bezirks wenden. Mieterinnen und Mieter müssen dann Daten über ihre Wohnung eingeben. Liegt die Miete 20 Prozent und mehr über dem Mietenspiegel kann der Bezirk einfacher gegen die Eigentümer vorgehen.