Ein älterer Mann sitzt neben einem Rollstuhl in einer Wohnung © picture alliance / Westend61 | HalfPoint
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AUDIO: Neue Bauordnung soll für mehr Senioren-Wohnungen in Hamburg sorgen (1 Min)

Neue Bauordnung für mehr Senioren-Wohnungen in Hamburg

Stand: 24.03.2025 18:04 Uhr

In Hamburg fehlen zehntausende altersgerechte Wohnungen. Das zeigen Zahlen der Stadtentwicklungsbehörde, die NDR 90,3 vorliegen. Abhilfe soll die neue Hamburgische Bauordnung bringen.

In zehn Jahren werden in Hamburg 46.000 mehr Menschen im Ruhestand leben als heute, denn die geburtenstarken Jahrgänge gehen in Rente. Das rechnete kürzlich das Pestel Institut vor. In 20 Jahren bräuchte die Stadt gar 80.000 passende Wohnungen für Seniorenhaushalte. Sie sollen über breite Türen und eine Dusche ohne Schwelle verfügen. Bei Mehrfamilienhäusern muss ein Aufzug her.

Neue Bauordnung soll Zahl barrierefreier Wohnungen erhöhen

Doch wie sollen die so schnell entstehen? Hamburgs Stadtentwicklungsbehörde setzt auf die neue Bauordnung. Sie werde den Anteil barrierefreier Wohnungen "merklich erhöhen". In neuen Mehrfamilienhäusern muss zumindest das Erdgeschoss barrierefrei sein - bei Häusern mit Aufzug jede dritte Wohnung.

In jeder vierten Wohnung leben Senioren

Schon jetzt fehlen in Hamburg zehntausende altersgerechte Wohnungen. Derzeit werden 23 Prozent der Wohnungen in Hamburg von Seniorinnen und Senioren bewohnt. Insgesamt sind das etwa 231.000 Wohnungen, von denen 90.000 im Eigentum und 141.000 zur Miete sind. In den meisten Senioren-Mietwohnungen wohnen Singles (90.000 Haushalte bzw. 63 Prozent), gefolgt von Paaren (41.000 Haushalte bzw. 29 Prozent).

Senioren wohnen oft großzügig

Seniorinnen und Senioren wohnen oft in vergleichsweise großen Wohnungen - ihre durchschnittliche Wohnungsgröße beträgt 68 Quadratmeter. Auch aufgrund der großzügigen Wohnflächen ist die Wohnkostenbelastung bei älteren Mieterinnen und Mietern hoch. Das durchschnittliche Senioren-Haushaltseinkommen liegt bei 1.625 Euro pro Monat, was unter dem Durchschnitt aller Miethaushalte (2.166 Euro) liegt. Im Durchschnitt geben Seniorinnen und Senioren, die zur Miete wohnen, 44 Prozent ihres Einkommens für Wohnkosten aus.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 24.03.2025 | 16:00 Uhr

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