Bischofsburg bietet wieder Einblicke in die Geschichte Hamburgs
Mit dem Museum "Die Bischofsburg" ist am Mittwoch ein besonderes Bodendenkmal in der Hamburger Innenstadt wiedereröffnet worden. Es liegt unterirdisch gegenüber der St. Petri-Kirche am Domplatz.
Das ringförmige Turmfundament aus dem 12. Jahrhundert mit seinen 19 Metern Durchmesser gilt nach Angaben des Archäologischen Museums Hamburg als das älteste erhaltene Steingebäude Hamburgs. Es war überraschend bei Bauarbeiten in den 1960er-Jahren entdeckt worden. Damals wurde der Fund als Fundament eines Wohnturms des Erzbischofs aus dem 11. Jahrhundert gedeutet und dementsprechend als Bischofsburg bezeichnet. Neuesten Forschungen zufolge handelt es sich jedoch um Überreste des ältesten Hamburger Stadttores.
Neue Lichtgestaltung, bessere Erklärungen
Drei Jahre lang war die historische Stätte geschlossen. Das Fundament wurde mit einer Lichtinstallation neu in Szene gesetzt. Infotafeln dokumentieren zum einen die Ausgrabung und geben zum anderen Aufschluss über die Forschung zu Hamburgs mittelalterlicher Geschichte. "Die Ausstellung zeigt die neuesten Forschungsergebnisse zu den bedeutendsten archäologischen Denkmälern der Hamburger Innenstadt: Hammaburg und Neue Burg - beide in nächster Nähe gelegen", so das Museum.
Brosda: "Fundamente der hamburgischen Geschichte"
Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda (SPD) sagte NDR 90,3 bei der Wiedereröffnung: "Es ist total schön, dass die Bischofsburg wieder gesehen werden kann." Die Bürgerinnen und Bürger bekämen Einblicke in die "Fundamente der hamburgischen Geschichte" - in eine Zeit, die ansonsten im Stadtbild nicht mehr sichtbar sei.
Eintritt kostenlos
Das Museum in der Straße Speersort ist montags bis sonnabends von 11 bis 16 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist kostenlos.