Ryanair fliegt nach zehn Jahren wieder ab Lübeck - Start: Ende März
Der Flughafen Lübeck und die Fluggesellschaft Ryanair haben am Donnerstag ihre Pläne für die Zusammenarbeit vorgestellt. Ryanair rechnet dort mit mehr als 80.000 Fluggästen pro Jahr.
Ab dem 30. März fliegen von Lübeck aus Maschinen nach London, Málaga und Palma de Mallorca. Schon jetzt laufen nach Angaben eines Ryanair-Sprechers Gespräche mit dem Airport über die Winterflugpläne. In ein paar Monaten könnte das Angebot ausgeweitet werden. Konkrete Destinationen wollte das Unternehmen noch nicht nennen. Die Hansestadt ist nach Angaben von Ryanair deutschlandweit der einzige neue Flughafenstandort des Unternehmens.
Hohe Kosten am Hamburger Flughafen trieben Ryanair nach Lübeck
Ihre Rückkehr nach Lübeck begründet die Fluggesellschaft mit den verhältnismäßig niedrigen Flughafengebühren in Lübeck. Wegen gestiegener Kosten hatte Ryanair am Airport Hamburg im vergangenen Jahr 60 Prozent der Flüge gestrichen. Und: "Der Flughafen Lübeck hat sich als attraktiver Standort mit großem Potenzial für uns herausgestellt", sagt der Ryanair-Unternehmenssprecher für die DACH-Region Marcel Pouchain Meyer. Mit Lübeck soll jetzt eine langjährige Zusammenarbeit entstehen.
Verbesserte Wettbewerbsfähigkeit des Nordens im Luftverkehr
Auch Jürgen Friedel, der Geschäftsführer des Flughafens Lübeck, freut sich über die neue Partnerschaft. "Die Anbindung an den internationalen Flugverkehr ist für die Wettbewerbsfähigkeit des Nordens von entscheidender Bedeutung." Rund 50 Millionen Euro investiert der Flughafen nach eigenen Angaben in den Ausbau seiner Infrastruktur.
Ryanair über Stöcker: "Aufs Kommerzielle konzentrieren"
Der Besitzer des Flughafens Lübeck-Blankensee ist der umstrittene Mediziner Winfried Stöcker. Der Gründer des Labordiagnostika-Herstellers Euroimmun geriet zuletzt wegen einer möglicherweise unerlaubten Wahlkampfunterstützung und hoher Parteispenden für die AfD in die Schlagzeilen. Ryanair teilte mit, dass sich das Unternehmen ganz aufs Kommerzielle konzentriere und Stöckers private Tätigkeiten nicht kommentieren wolle.
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