Neujahrsansprache: Weil ruft trotz Problemen zu Zuversicht auf
Stephan Weil (SPD) hat die Menschen zu Zuversicht aufgerufen - trotz aller Sorgen und Probleme. In der vorab aufgezeichneten Neujahrsansprache wünschte sich Niedersachsens Ministerpräsident, dass die Niedersachsen selbstbewusst ins neue Jahr gehen.
Der Ministerpräsident erinnerte in der Neujahrsansprache an das Hochwasser zu Beginn des abgelaufenen Jahres, aber auch an den Tarifkonflikt bei Volkswagen. In beiden Fällen sei es gelungen, die Aufgaben gemeinsam zu lösen. Beim Hochwasser hätten mehr als 140.000 Helferinnen und Helfer in einem "riesigen Kraftakt" gezeigt, "wozu unsere Gesellschaft im Stande ist, wenn wir zusammenhalten."
Schattenseiten und Lichtblicke
Weil ging in der Neujahrsansprache auch auf die Schattenseiten des vergangenen Jahres ein - etwa auf den Anschlag auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt, auf die Kriege im Nahen Osten und in der Ukraine sowie auf die lahmende Wirtschaft. Gleichwohl sieht der Ministerpräsident auch Lichtblicke: Die deutsche Wirtschaft sei immer noch die drittgrößte Welt, und die Zahl der Arbeitsplätze in Niedersachsen weiter auf einem Rekordniveau. "Wenn wir es jetzt schaffen, die Wachstumsbremsen schnell zu lösen, dann werden wir auch wieder gute Nachrichten von unseren Unternehmen hören", erklärte Weil.
Weil: Probleme klar benennen und angehen
Weil wörtlich: "Auch das Jahr 2025 wird nicht problemfrei werden, das wissen wir alle - aber zu einem guten Teil haben wir es auch selbst in der Hand, wie wir damit umgehen." Der SPD-Politiker appellierte an die Niedersachsen, die Probleme "klar zu benennen" und anzugehen - "mit dem gebotenen Selbstbewusstsein und der notwendigen Zuversicht." Mit Blick auf die vorgezogene Bundestagswahl äußerte Weil den Wunsch, dass möglichst viele Menschen ihr Wahlrecht nutzen. "Natürlich: Unsere Demokratie ist nicht perfekt und fehlerfrei", so der Ministerpräsident. "Aber sie ist es wert, dass wir uns für sie einsetzen und sie verteidigen."