Rebus für weitere zehn Jahre im Landkreis Rostock unterwegs
In einem sogenannten "Direktvergabe"-Verfahren soll das Unternehmen "rebus" mit Hauptsitz in Güstrow (Landkreis Rostock) für weitere zehn Jahre beauftragt werden, im Landkreis den Öffentlichen Personennahverkehr zu organisieren. Dafür hat sich der Wirtschaftsausschuss des Landkreises Rostock ausgesprochen. Der laufende Vertrag mit dem Nahverkehrsanbieter Rebus läuft aus und muss neu vergeben werden. Drei Monate lag die Ausschreibung aus, Einwände gab es nicht. Die endgültige Entscheidung über die Vergabe des Auftrages mit einem dreistelligen Millionenbetrag trifft der Kreistag des Landkreises Rostock auf seiner Sitzung am 2. April 2025. Allein für das Jahr 2026 wird der Landkreis 11 Millionen Euro für den ÖPNV ausgeben. Wie hoch die Kosten insgesamt sein werden, lässt sich schwer abschätzen: Dabei spielen Linienplanänderungen eine Rolle und auch Tarifverhandlungen und die Personalkostenentwicklung.
Rebus setzt auf Wasserstoff
Rebus besitzt mit seinen 52 Wasserstoffbussen eine der klimafreundlichsten ÖPNV-Flotten Deutschlands, so Geschäftsführer Thomas Nienkerk. Getankt werden die Busse demnächst an zwei Tankstellen im Land: auf dem Betriebshof in Güstrow und in Bad Doberan. Die dortige Wasserstofftankstelle ist seit Montag im Probebetrieb. Läuft dort alles glatt, geht sie Ende März offiziell an den Start. Geliefert wird der Wasserstoff vom Laager Unternehmen "Apex", so Nienkerk. Pro Tag tankt die Flotte rund 500 kg Wasserstoff. Mit diesen Durchsatz hat Rebus laut dem Geschäftsführer "den größten Durchlauf in ganz Europa".
Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Artikels hieß es, dass der Wirtschaftsausschuss die Firma Rebus bereits beauftragt hat. Dabei hatte es sich um eine Beratung gehandelt. Den Beschluss fällt der Kreistag auf seiner April-Sitzung.
