Prozess in Hamburg: Gastronom soll Investoren bedroht haben
Sie sollen Geld eingetrieben und Drohungen verschickt haben: Vor dem Hamburger Landgericht müssen sich seit Donnerstag vier Männer wegen mehrerer Verbrechen verantworten. Auftraggeber soll ein Gastronom vom Baumwall gewesen sein.
Die Geschichte klingt nach italienischer Mafia, aber wenn man die Angeklagten sieht, ist diese Assoziation schnell wieder vorbei. Grauhaarige Männer im Alter von 58 bis 72 Jahren, einer im gutsitzenden Anzug, ein zweiter auf einen Gehstock gestützt. Einer von ihnen, ein Kaufmann, betreibt ein Restaurant am Hafen. Er soll einen der Mitangeklagten ohnehin schon als Geldeintreiber beschäftigt haben. Als Investoren das Haus umbauen wollten, in dem sein Lokal liegt, fürchtete er, dass Gäste wegbleiben. Er soll den Geldeintreiber deshalb beauftragt haben, die Investoren einzuschüchtern und notfalls zu erschießen. Einem Investor wurde eine geköpfte Ratte vors Haus gelegt, außerdem bekam er Drohnachrichten auf sein Handy.
Angeklagte schweigen
Und es ging weiter: Die vier sollen auch einen weiteren angeblichen Schuldner bedroht und geplant haben, ihm ins Knie zu schießen. Der angebliche Schütze wurde verhaftet, als er schon eine Pistole gekauft hatte. Keiner der Angeklagten äußert sich zu den Vorwürfen.