Müllabfuhr, Fähren und Behörden: Weitere Warnstreiks in Hamburg
Stillstand bei Fähren und Müllabfuhr: Hamburgerinnen und Hamburger müssen sich am Donnerstag erneut auf Einschränkungen im Alltag einstellen. Die Gewerkschaft ver.di hat Beschäftigte des öffentlichen Dienstes zu weiteren Warnstreiks aufgerufen.
Laut Gewerkschaft sind zu den Arbeitsniederlegungen Beschäftigte von der Stadtreinigung, der Hafenverwaltung Hamburg Port Authority (HPA) sowie den Theatern und Bühnen aufgefordert. Auch bei der Bundesagentur für Arbeit und dem Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie wird für Donnerstag zum Warnstreik aufgerufen.
Mehrtägige Einschränkungen bei der Müllabfuhr
Die Beschäftigten der Stadtreinigung sind von Donnerstag bis einschließlich Montag, 3. März, zum Arbeitskampf aufgerufen. Die Stadtreinigung teilte mit, dass es dadurch voraussichtlich zu Einschränkungen bei der Straßenreinigung, bei der Müllabfuhr und bei der Abholung von Sperrmüll kommen wird. Die Recyclinghöfe in Wandsbek, Billbrook und Bahrenfeld sollen mit Notbesetzungen öffnen, andere könnten aber ganz geschlossen bleiben.
Bis zur dritten Verhandlungsrunde am 14. und 15. März will ver.di die Arbeitskampfmaßnahmen intensivieren. Hintergrund für die Aktionen sei, dass es bisher kein Angebot der Arbeitgeber für die Beschäftigten bei Bund und Kommunen gegeben habe.
HADAG-Fähren ebenfalls betroffen
Ver.di hat auch bei dem städtischen Fährlinienbetreiber HADAG zu einem Warnstreik aufgerufen. Bei den Hafenfähren werde es voraussichtlich am Donnerstag gar keinen Betrieb geben. Das teilte die HADAG mit. Fahrgästen wird empfohlen, auf Busse und Bahnen auszuweichen. Die Hochbahn will deswegen bei den Buslinien 150 und X86 zusätzliche Busse einsetzen.
Hintergrund des Warnstreiks sind hier die Verhandlungen über einen neuen Haustarifvertrag, die seit Ende Januar laufen. Ver.di fordert einen Vertrag mit einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Löhne sollen um 18 Prozent steigen, was einen Unterschied von mindestens 625 Euro ausmachen soll.
Auch Behörden und Ämter streiken
Zusätzlich sind am Donnerstag Beschäftigte der Stadt Hamburg zu einem weiteren Warnstreik für eine tarifliche Regelung zur Altersteilzeit aufgerufen. Dabei geht es um die Mitarbeitenden der Bezirksämter, Behörden und Landesbetriebe, die nach dem Tarifvertrag der Länder (TV-L) beschäftigt sind.
Gemeinsame Demo am Alten Elbtunnel geplant
Um 9 Uhr sollen am Donnerstag die Beschäftigten aller Bereiche zu einer gemeinsamen Demonstration am Alten Elbtunnel zusammenkommen. Von da aus wollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Gewerkschaftshaus ziehen. Ver.di rechnet nach eigenen Angaben mit bis zu 3.500 Menschen. Bereits am Dienstag gab es im öffentlichen Dienst Warnstreiks.
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