Sendedatum: 05.02.1998 21:45 Uhr

Panorama vom 5. Februar 1998

 

VIDEO: Panorama vom 5. Februar 1998 (45 Min)

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Panorama | 05.02.1998 | 21:45 Uhr

Heimliches Abhören von Gesprächen © dpa

Wanzen gegen Pressefreiheit - Großer Lauschangriff gefährdet Grundrecht

Ausnahmsweise beginnen wir die Sendung einmal in eigener Sache. In Zukunft werden wir Journalisten wohl weniger in unseren Büros arbeiten, vielleicht dafür mehr im Wald, in Kneipenhinterzimmern oder auf Bahnhofstoiletten. Der große Lauschangriff, der auch unsere Berufsgruppe nicht ausläßt und über den morgen noch einmal verhandelt wird, wird wohl kaum noch einen Informanten dazu bringen, uns in unseren Redaktionen etwas zu erzählen. Und auch wir werden in unseren Zimmern nicht mehr offen über Themen debattieren können. Denn kommt die Gesetzesänderung so durch, kann die Staatsanwaltschaft bei uns mithören. mehr

Prof. Jobst Plog, NDR-Intendant © NDR/ Andre Heeger

Interview mit Jobst Plog zum großen Lauschangriff

Im Studio begrüße ich Jobst Plog, Intendant des Norddeutschen Rundfunks, Vertreter der ARD. Wir haben es gerade gesehen: In den Verlagshäusern, bei den Printmedien ist die Aufregung ja richtig groß, ist das übertrieben, wie sieht das die ARD? mehr

Passanten gehen in Hamburg am Haupteingang der Agentur für Arbeit vorbei. © dpa Foto: Tobias Kleinschmidt

Protest mit Glühwein - Erster Aktionstag der Arbeitslosen in Deutschland

In der vergangenen Sendung habe ich gesagt: "Angesichts der hohen Arbeitslosenzahlen wundere ich mich, daß es hier so ruhig ist." Heute wurde wieder eine neue Rekordmarke verkündet, und heute war es ja auch nicht mehr ganz ruhig. Heute sollte Revolte sein, und alle, von Sozialminister Blüm bis zum letzten Arbeitsamtdirektor, alle unterstützten die Proteste. "Was die Franzosen können, können wir schon lange", hieß es. Aber außer einem französischen Frühstück, das die Demonstranten in Oldenburg vom Arbeitsamtdirektor serviert bekamen, erinnerte nur wenig an die Unruhe bei den Nachbarn. mehr

Port Andratx, Mallorca © picture-alliance (c) dpa - Report

Deutsche auf Mallorca - Der Kampf um Land und Macht

Mallorca ist das einzige Stück Ausland, das die Deutschen so richtig lieben. Unser erfolgreichstes deutsches Boulevard-Blatt hat die Insel auch schon mal als 17. Bundesland ins Gespräch gebracht. Aber die Mallorquiner haben Probleme mit den rund 35.000 Deutschen, die dort leben. Dabei haben die Teutonen ihnen doch alles mitgebracht, was sie so lieben: Bier, Blasmusik und Schnitzel, auch Makler, Metzger und die Medien, Peter Maffay, Claudia Schiffer, Fußballkurse mit Rudi Völler - alles alemán. Doch die Spanier sind ganz offensichtlich undankbar, wollen nicht genesen am deutschen Wesen, sie wehren sich gegen die kaufkräftigen Besatzer. mehr

Mehrere 100 D-Mark-Scheine und weitere Münzen liegen in zwei Händen. © dpa / picture-alliance

Ahnungslose Beamte - Steuergelder für Rechtsradikale

Über die Bundeswehr und ihre nur bedingte Abwehrbereitschaft, wenn es um Rechtsradikale geht, haben wir ausführlich berichtet. Aber so selten sind die Vorfälle offenbar nicht, auch andere Institutionen lassen da politische Vorlieben, im besten Fall noch Ignoranz walten. So unterstützte das baden-württembergische Innenministerium trotz deutlicher Warnungen Seminare des Bundes der Vertriebenen, genauer der "Landsmannschaft Westpreußen". Viele Referenten und Teilnehmer stammten aus dem rechtsradikalen Milieu - folgerichtig auch das Seminarthema. Laut Protokoll klärte die Runde die Kriegsschuld Polens. Demnach hat Polen den Zweiten Weltkrieg begonnen. Alles förderfähig und -würdig, im Sinne unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Aber vielleicht hatte man im betreffenden CDU-Ministerium im Wahljahr nur Angst um die Rechtsaußen-Wähler? mehr

Ulrich Schneider © ARD/Panorama Foto: Sreenshot

Dritter SPD-Kanzlerkandidat

Einen ganzen Kerl wollen wir, gutsituiert, seriös, treu, unabhängig, phantasievoll, in jeder Situation Herr der Lage, so wünschen wir ihn uns. Dynamisch, erfolgreich und innovativ soll er sein, aber auch sensibel und mit Herz, nicht zu rechts und nicht zu links. Der Kanzlerkandidat der SPD hat hohe Anforderungen zu erfüllen, und wer hat da nicht schon mal gedacht, daß vielleicht keiner der beiden Bewerber, Schröder und Lafontaine, so ganz und gar der Richtige ist? Wir können ganz beruhigt sein, es gibt ihn, den dritten Mann, und der läßt keine Wünsche mehr offen. mehr

Über Panorama

Kalender © Fotolia.com Foto: Barmaliejus

Panorama-Geschichte

Als erstes politisches Fernsehmagazin ging Panorama am 4. Juni 1961 auf Sendung. Die Geschichte von Panorama ist auch eine Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. mehr

Anja Reschke © Thomas & Thomas Foto: Thomas Lueders

60 Jahre Panorama

60 Jahre investigativ - unbequem - unabhängig: Panorama ist das älteste Politik-Magazin im deutschen Fernsehen. mehr

Panorama 60 Jahre: Ein Mann steht hinter einer Kamera, dazu der Schriftzug "Panorama" © NDR/ARD Foto: Screenshot

Panorama History Channel

Beiträge nach Themen sortiert und von der Redaktion kuratiert: Der direkte Einstieg in 60 Jahre politische Geschichte. mehr