Pleite in Fürth - Dämpfer für Eintracht Braunschweig im Abstiegskampf
Eintracht Braunschweig hat im Abstiegskampf der 2. Liga einen Dämpfer hinnehmen müssen. Nach zuvor zwei Siegen in Folge verlor das Team von Coach Daniel Scherning am Sonntagnachmittag bei der SpVgg Greuther Fürth mit 0:3 (0:1).
Die Niedersachsen rutschten durch die zwölfte Saisonniederlage auf Relegationsplatz 16. ab. Insbesondere im ersten Abschnitt ließen die "Löwen" die im Kampf um den Klassenerhalt notwendigen Tugenden nahezu komplett vermissen. Nach der Pause steigerte sich der BTSV, blieb im Angriff aber zu harmlos. Noel Futkeu (10.), Julian Green (88.) und Jomaine Consbruch (90.+8) erzielten die Treffer für die Franken, die damit einen Riesenschritt in Richtung Ligaverbleib machten.
"Nach den letzten beiden guten Spielen hatte ich die Hoffnung, dass wir da anknüpfen können. Das haben wir in der ersten Halbzeit gar nicht geschafft. Wir konnten den Schalter dann ein Stück weit wieder umlegen in der zweiten Halbzeit. Aber wenn du dann hinten liegst, wird es halt schwierig", resümierte Braunschweigs Offensivmann Lino Tempelmann im ARD-Interview.
BTSV in Hälfte eins ohne Torchance
Kein gelungener Angriff, kein Schuss auf das Fürther Tor und dazu noch jede Menge Mängel in der Arbeit gegen den Ball: Die Eintracht zeigte im ersten Abschnitt eine erschreckend schwache Leistung. Besonders bedenklich an der desolaten Braunschweiger Darbietung war das viel zu zaghafte Zweikampfverhalten. Für eine Mannschaft, die ganz tief im Tabellenkeller steckt und um ihre sportliche Exiszent kämpft, agierten die Niedersachsen erstaunlich körperlos.
Die Hausherren waren in den ersten 45 Minuten in allen Belangen besser. Die Franken spielten ansehnlichen Fußball und waren in den Zweikämpfen sehr robust. Das einzige Manko der Spielvereinigung war die Chancenverwertung. Zur Pause hätte das "Kleeblatt" bei insgesamt zwölf Abschlüssen - die Eintracht hatte gerade einmal zwei - höher als mit 1:0 führen müssen. So aber blieb es beim Tor von Futkeu, der einen schön vorgetragenen Angriff abschloss.
Eintracht nach der Pause formverbessert
Nach dem Seitenwechsel stellte die Eintracht dann unter Beweis, dass die jüngsten Erfolge beim Karlsruher SC (2:0) und gegen Darmstadt 98 (1:0) keine Zufallsprodukte waren. Die Scherning-Elf war nun viel präsenter in den Zweikämpfen, hatte mehr Spielkontrolle und kam in den ersten zehn Minuten nach der Pause zu vier Torabschlüssen. Richtig zwingend waren die Offensivbemühungen der Gäste allerdings vorerst nicht.
Philippe-Treffer wird Anerkennung verwehrt
Fürths Keeper Nahuel Noll verlebte einen ruhigen Tag, musste dann aber verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Für den 21-Jährigen kam Lennart Grill aufs Feld, der im Winter von der Eintracht zur SpVgg gewechselt war. Und die Leihgabe von Union Berlin war nur 60 Sekunden später bei einem Schuss von Rayan Philippe geschlagen. Schiedsrichter Wolfgang Haslberger bekam allerdings den Tipp aus dem "Kölner Keller", sich die Entstehung des Tores noch einmal auf dem Fernsehschirm anzuschauen. Und nach Sichtung des Bewegtbildes nahm der Referee den Treffer zurück, weil er korrekterweise eine Abseitsstellung von Philippe gesehen hatte.
Bitter für den BTSV, der sich den Ausgleich zu diesem Zeitpunkt durchaus verdient gehabt hätte. Und es kam noch schlimmer für die "Löwen": Der bis dahin offensiv kaum in Erscheinung getretene Fürther Routinier Green sorgte mit einem satten Schuss ins Eck für die Entscheidung. Consbruch erzielten nach einem Konter kurz vor Ultimo sogar noch den dritten Fürther Treffer. So fiel die Pleite aus Braunschweiger Sicht etwas zu hoch aus. Verdient war sie aber allemal.
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