DFB-Pokal: Holstein Kiel in Gütersloh schwach, aber weiter
Holstein Kiel hat auch das dritte Pflichtspiel der Saison gewonnen. Den zwei Liga-Erfolgen ließ der Fußball-Zweitligist in der ersten Runde des DFB-Pokals einen Sieg folgen. Beim Regionalligisten FC Gütersloh gab es am Sonnabend ein glückliches 2:0 (0:0).
Holmbert Fridjonsson war mit zwei Treffern der Matchwinner für die Schleswig-Holsteiner, die ansonsten eine wenig überzeugende Leistung zeigten. Der Underdog aus Ostwestfalen war über weite Strecken der Partie die bessere Mannschaft und vergab reihenweise gute Torchancen.
Den Kielern dürfte es egal sein: Sie sind im Topf, wenn am Sonnttag, 1. Oktober (live im Ersten) die zweite Pokalrunde ausgelost wird. Ausgetragen werden die Partien am Dienstag, 31.Oktober und Mittwoch, 1. November.
Kiel behäbig, Gütersloh vergibt Elfmeter
Gütersloh agierte mutig mit viel Zug zum Tor. Das Geschehen auf dem Rasen spielte sich meist in der Kieler Hälfte und damit auch vor dem lautstarken Anhang der "Störche" ab - etwa 1.200 KSV-Fans in weißem Matrosenlook füllten den Gäste-Block. Der Favorit aus der Zweiten Liga hingegen zeigte sich behäbig und brachte kaum vernünftige Offensivaktionen zustande.
Viel flüssiger sah das beim Regionalligisten aus: Markus Esko (25., 44.) und Tim Manstein (43.) hatten mehrere gute Chancen, die größte Möglichkeit zum 1:0 für die Hausherren vergab Nico Buckmaier, der einen berechtigten Foulelfmeter (Lewis Holtby hatte Esko gelegt) über den Querbalken jagte (42.). Aus einer kurzen Kieler Dominanz resultierten nur zwei Gelegenheiten für Colin Kleine-Bekel (31.) und Steven Skrzybski (33.).
Ein Eckball sorgt für Kieler Führung
Außer der Tatsache, dass es einen kräftigen Regenschauer gab, änderte sich am Spielgeschehen nach Wiederanpfiff lange nichts, ein Klassenunterschied war nicht zu erkennen. Im Gegenteil: Das Chancenplus hatten ganz klar die Gastgeber.
Aber ins Tor trafen dann doch die Gäste: Nach einer Ecke von Ba-Muaka Simakala war Fridjonsson zur Stelle und erzielte das 1:0 (72.). Praktisch im Gegenzug verhinderte Kiels "Pokal-Torwart" Timon Weiner den Ausgleich, als er gegen Aleksandar Kandic parierte (73.).
Mit zunehmender Spieldauer erlahmte die Gegenwehr der Gütersloher: Finn Porath (88.) und Fridjonsson hätten kurz vor dem Ende (89.) per Kopf den Deckel auf die Partie machen können - so dauerte es bis in die Nachspielzeit, ehe dann Fridjonsson tatsächlich per Kopf noch zum 2:0 traf (90.+3).