Landkreis warnt Sammler: "Nur eine Handvoll Bärlauch ist erlaubt"
In niedersächsischen Wäldern wächst wieder der Bärlauch. Doch das Wildgemüse darf nicht im großen Stil gesammelt werden, heißt es vom Landkreis Holzminden. Diese Regelung gelte bundesweit.
Sowohl der Landkreis als auch die zuständigen Försterinnen und Förster zeigen sich besorgt: Schließlich wurde Bärlauch im vergangenen Jahr zum Teil säckeweise aus den Wäldern im Weserbergland geholt. "Entlang des Bundesnaturschutzgesetzes ist das eindeutig verboten", sagt die Leiterin des Forstamts Delligsen, Christine Knust. Es dürfe nur so viel gesammelt werden, wie in eine Hand passe. Der Landkreis spricht von der sogenannten Handstraußregel.
Bärlauch: "Lieber einzelne Blätter zupfen als die ganze Pflanze"
Zudem sei beim Sammeln Achtsamkeit geboten, so Knust: Durch das Herausreißen oder Ausgraben von Pflanzen dürfe der restliche Bestand nicht beschädigt werden. "Ich würde empfehlen, einzelne Blätter vorsichtig abzurupfen und nicht die ganze Pflanze", sagte die Försterin. In Naturschutzgebieten dürfen zum Sammeln zudem die Wege nicht verlassen werden. Gepflückt werden dürfe dort nur das, was vom Weg aus erreichbar sei, so Knust.
Verstöße sind Ordnungswidrigkeit
Verstöße gegen das Naturschutzgesetz und die Verordnungen von Schutzgebieten würden als Ordnungswidrigkeiten verfolgt, warnt der Landkreis Holzminden. Försterin Knust rät Bärlauchfans zudem, sich vor dem Ausflug in den Wald gründlich zu informieren - auch um der eigenen Gesundheit Willen: Einige Pflanzen sehen dem schmackhaften Wildgemüse zwar ähnlich, sind aber giftig - wie beispielsweise Maiglöckchen oder Aronstab.
