Warnow-Renaturierung: Angler pflanzen neue Ufer-Bäume

Der Landesanglerverband hat am Donnerstag seinen eigentlich für Februar geplanten Tag der Gewässerpflege nachgeholt. 150 Schwarzerlen haben die LAV-Angler am Vormittag an einem renaturierten Warnow-Abschnitt bei Zölkow (Landkreis Ludwigslust-Parchim) in die Erde gebracht. Auf fast fünf Kilometern ist der Fluss hier aus seinem kanalisierten Korsett befreit worden. Nun schlängelt er sich wieder natürlich durch die Landschaft. Mit der Baumpflanzaktion wollen die Angler die natürliche Ufervegetation wiederherstellen, um den Lebensraum für Kleinstlebewesen und Fische attraktiver zu gestalten.
LAV an großem Gemeinsschaftsprojekt beteiligt
Die Renaturierung läuft bereits seit Februar vergangenen Jahres als Ausgleichsmaßnahme für Windenergie-Anlagen. Der Landesanglerverband habe das Projekt von Beginn an begleitet und geholfen, ein Kieslaichgebiet für die gefährdeten Forellen und Bachneunaugen zu integrieren. "Ich freue mich über große Resonanz die wir bei Behörden und Ämtern gefunden haben, miteinander so ein wichtiges Projekt um zusetzen", so Bernd Dickau, Präsident des Landesanglerverbands. Die Bäume sorgten einmal für wichtige Beschattung und Unterstände. So entstünde ein geeigneter Lebensraum für Fische und viele andere Tiere.
Winterwetter verhinderte ursprünglichen Termin
So wie an der Warnow leisten Anglerinnen und Angler in Mecklenburg-Vorpommern jährlich eine viertel Million gemeinnütziger Arbeitsstunden, heißt es vom LAV MV. Der bildet somit den größten Naturschutzverband des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Der Tag der Gewässerpflege sollte eigentlich schon am 22. Februar stattfinden. Wegen winterlichem Wetter und gefrorenem Boden wurde daraus aber nichts.
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