Boltenhagen: Verlassener Katamaran in Selbstinitiative entsorgt

Der Katamaran, der seit Jahren vor Boltenhagen in der Ostsee dümpelt, wurde verschrottet. Während Behörden sich nicht in der Verantwortungen sahen, störten sich Bürgermeister Raphael Wardecki (parteilos) und Bootsbesitzer im Yachthafen an dem Anblick. Einer der Bootsbesitzer ist Claudius Martinetz. Der Geschäftsführer eines Entsorgungsunternehmens hat den Katamaran zusammen mit seinen Mitarbeitern und mit Mitarbeitern des Yachthafens geborgen. Er habe Gefahr in Verzug gesehen, so Martinetz. Darum habe er gehandelt. An Land wurde das Zweirumpfboot dann auseinandergenommen und die Einzelteile fachmännisch entsorgt. Außerdem wurde in dem Wrack weiterer Müll gefunden. Für Martinetz sind durch Bergung und Entsorgung etwa 2.500 Euro Kosten entstanden.
Seit Jahren ein Schandfleck
Seit Ende 2022 lag das Boot Marke Eigenbau mit Schlagseite neben dem Yachthafen Weiße Wiek. Der Eigner hatte sich nicht mehr um sein Boot gekümmert. Behörden hatten nicht gehandelt, da den Angaben zufolge von dem Katamaran keine Gefahr ausging. Zur Verschrottungsaktion haben sich die Behörden bislang noch nicht geäußert.
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