NDR Info Nachrichten vom 03.04.2025:

Neue US-Zölle treffen auch EU und China

US-Präsident Trump hat neue weitreichende Zölle angekündigt. Er werde ein wechselseitiges Abgaben-System für Waren aus der ganzen Welt einführen, sagte Trump in Washington. Das bedeutet, dass die USA die Zölle dort anheben, wo sie aktuell angeblich unter denen anderer Staaten liegen. Für Importe aus der Europäischen Union nannte Trump Zölle von 20 Prozent und für Waren aus China 34 Prozent. Dann würden Arbeitsplätze und Fabriken wieder zurück in die Vereinigten Staaten kommen, behauptet Trump. In Europa warnen Politik und Wirtschaft vor gravierenden Folgen. Die deutsche Autoindustrie erwartet weniger Gewinn und Probleme in den weltweiten Lieferketten. VDA-Chefin Müller sprach von einem fundamentalen Einschnitt und der Abkehr, bei dem es nur Verlierer geben werde. Kritik kommt auch vom Verband der Chemischen Industrie. Deutschland dürfe nicht zum Spielball eines Handelskrieges werden. | 03.04.2025 06:15 Uhr

Nato-Treffen mit Partnern in Brüssel

In Brüssel beginnt am Mittag ein zweitägiges Treffen der Nato-Außenminister. Eingeladen sind neben der Ukraine auch die Partnerstaaten Australien, Japan, Neuseeland und Südkorea. Bei den Beratungen dürfte es erneut um die Forderungen der US-Regierung gehen, wonach die europäischen Bündnispartner ihre Militärausgaben massiv erhöhen sollen. Washington hatte zuletzt eine Zielmarke von fünf Prozent der Wirtschaftsleitung eines jeweiligen Landes in den Raum gestellt. Bislang werden zwei Prozent des BIPs angepeilt.| 03.04.2025 06:15 Uhr

Netanjahu trotz Haftbefehl in Ungarn

Der israelische Ministerpräsident Netanjahu ist trotz eines internationalen Haftbefehls in Ungarn eingetroffen. Er landete in der Nacht am Flughafen von Budapest. Es ist Netanjahus erste Reise nach Europa, seit der Internationale Strafgerichtshof im November Haftbefehl gegen ihn erlassen hatte - wegen mutmaßlicher Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen gegen Palästinenser im Gazastreifen. Deutschland und etwa 120 andere Staaten sind verpflichtet, den israelischen Premierminister deswegen festzunehmen. Ungarn fühlt sich nach eigener Aussage an die Vorgabe nicht gebunden. | 03.04.2025 06:15 Uhr

Krankenkassen unterstützen Primärarztsystem

Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen unterstützt die Pläne für eine neue Patientensteuerung über Hausarztpraxen. Es wäre gut, wenn die Praxen die vollständige Koordination übernehmen würden, sagte GKV-Vizechefin Stoff-Ahnis der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Viele Patienten wüssten auch gar nicht, welcher Facharzt für sie zuständig ist. In ihren Koalitionsverhandlungen beraten Union und SPD ein sogenanntes "verbindliches Primärarztsystem". Dabei soll der Hausarzt immer die erste Anlaufstelle für Erkrankte sein. | 03.04.2025 06:15 Uhr

DRK für Pflichtkurs Katastrophenschutz

Um im Fall von Katastrophen gut vorbereitet zu sein, fordert das Deutsche Rote Kreuz einen verpflichtenden Vorsorge-Kurs. Daran sollten alle Bürgerinnen und Bürger teilnehmen - mindestens aber eine Person pro Haushalt, sagte eine DRK-Sprecherin der "Mediengruppe Bayern". Thematisch könnte der Kurs nach Ansicht der Hilfsorganisation unter dem Motto "Erste Hilfe mit Selbstschutzinhalten" stehen. Zugleich äußerte das Rote Kreuz Zustimmung für die Einführung eines bundesweiten Bevölkerungsschutztages.| 03.04.2025 06:15 Uhr

Nach Erdbeben Waffenruhe in Myanmar

Nach dem verheerenden Erdbeben in Myanmar hat die Militärregierung eine dreiwöchige Waffenruhe im Bürgerkrieg verkündet. Das soll Rettungs- und Wiederaufbauarbeiten ermöglichen. Das Beben der Stärke 7,7 hatte am Freitag schwere Verwüstungen angerichtet. Laut Militärregierung kamen fast 2.900 Menschen ums Leben. Es wird erwartet, dass die Zahl noch deutlich steigt. | 03.04.2025 06:15 Uhr

Castor-Transport wird in Bayern erwartet

Ein Zug mit sieben Castor-Behältern hat am späten Abend den Hafen im niedersächsischen Nordenham verlassen. Er wird heute an seinem Ziel im bayerischen Niederaichbach bei Landshut erwartet. Dort sollen die hoch radioaktiven Atomabfälle nach Angaben der Gesellschaft für Nuklear-Service zwischengelagert werden. Abgesichert wird der Transport von der Polizei. Entlang der Strecke wollen Atomkraft-Gegner erneut Kundgebungen und Mahnwachen abhalten. Bei dem Atommüll handelt es sich um Überreste von Brennelementen aus deutschen Kernkraftwerken, die in England aufgearbeitet wurden. Die Bundesrepublik hat sich zur Rücknahme der Atomabfälle verpflichtet. Aus der Aufarbeitungsanlage Sellafield müssen noch sieben weitere Castor-Behälter zurückgenommen werden, die im schleswig-holsteinischen Brokdorf zwischengelagert werden.| 03.04.2025 06:15 Uhr

VfB Stuttgart schafft es ins Pokalfinale

Nach Arminia Bielefeld ist der VfB Stuttgart ins DFB-Pokalfinale eingezogen. Die Stuttgarter besiegten RB Leizig mit vor heimischer Kulisse 3:1. Bielefeld hatte gestern Leverkusen mit 2:1 aus dem Pokal geworfen. Das Pokal-Finale ist am 24. Mai im Berliner Olympiastadion.| 03.04.2025 06:15 Uhr