NDR Info Nachrichten vom 02.04.2025:

Riesige Plattform mit Kindesmissbrauchs-Videos zerschlagen

Die bayerische Polizei hat nach mehrjährigen Ermittlungen eine riesige Plattform für Kindesmissbrauch im Darknet zerschlagen. Auf dem Portal standen demnach mehr als 90.000 Videos zur Verfügung, die den schweren sexuellen Missbrauch von Kindern zeigen. Weltweit waren 1,8 Millionen Nutzer angemeldet, wie das bayerische Landeskriminalamt und die Generalstaatsanwaltschaft mitteilten. In 31 Staaten gab es demnach Durchsuchungen, knapp 1.400 Tatverdächtige wurden ausfindig gemacht. In Deutschland wird den Angaben zufolge gegen 103 Verdächtige ermittelt. Im Zuge der Ermittlungen konnten auch zahlreiche Opfer identifiziert und viele von ihnen in Sicherheit gebracht werden, darunter auch zwei Kinder aus Deutschland.| 02.04.2025 18:45 Uhr

Mehr Gewalttaten und mehr Kinder unter Tatverdächtigen

Die Zahl der Gewalttaten ist in Deutschland im vergangenen Jahr gestiegen. Das geht aus der Kriminalstatistik für 2024 hervor, die Bundesinnenministerin Faeser am Vormittag vorgestellt hat. Insgesamt registrierte die Polizei im vergangenen Jahr mehr als 217.000 Gewaltdelikte. Das waren 1,5 Prozent mehr als 2023. Gestiegen ist zudem die Zahl von tatverdächtigen Kindern und Jugendlichen bei Gewalttaten. Außerdem gab es mehr nicht-deutsche Tatverdächtige. Die Gesamtzahl aller Straftaten sank im vergangenen Jahr auf 5,84 Millionen. Dieser Rückgang sei aber vor allem auf die Teillegalisierung von Cannabis zurückzuführen, hieß es. | 02.04.2025 18:45 Uhr

Union und SPD setzen Koalitionsverhandlungen fort

Union und SPD setzen heute ihre Koalitionsverhandlungen fort. Dabei soll es vor allem um Finanzen und Einsparmöglichkeiten im Bundeshaushalt gehen. SPD-Co-Chefin Esken sagte, man komme sich in allen Bereichen deutlich näher. Es sei aber noch viel zu tun. Union und SPD sind sich einig, kleine und mittlere Einkommen zu entlasten. Die SPD will dafür aber Spitzenverdiener stärker belasten. Das wiederum lehnt die Union ab.| 02.04.2025 18:45 Uhr

Scholz: Rechte behinderter Menschen schützen

Bundeskanzler Scholz hat dafür geworben, Anliegen von Menschen mit Behinderung weltweit stärker in den Blick zu nehmen. Gemeinsam mit Jordaniens König Abdullah eröffnete Scholz in Berlin den dritten Weltgipfel für Menschen mit Behinderung. Trotz der vergangenen Jahre stießen Betroffene immer noch auf systematische Barrieren, so der Kanzler. Diese reichten von Ausbildung und Beruf über die Gesundheitsversorgung bis hin zur politischen Teilhabe. An der Konferenz nehmen mehr als 3.000 Vertreter von Regierungen und Interessensgruppen teil. Jordanien gilt als regionaler Vorreiter bei der Inklusion. König Abdullah sprach sich dafür aus, Konfliktregionen wie den Gaza-Streifen nicht aus dem Blick zu verlieren. Dort seien behinderte Menschen besonders verletzlich. | 02.04.2025 18:45 Uhr

AA: 19 deutsche Staatsbürger aus Gazastreifen geholt

Seit Beginn des Gaza-Kriegs ist die Ausreise aus dem umkämpften Küstenstreifen noch schwieriger geworden. Die Bundesregierung hat jetzt 19 deutschen Staatsbürgern und deren engsten Angehörigen die Ausreise ermöglicht. Es handelt sich um insgesamt 33 Personen, wie eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes mitgeteilt hat. Sie seien in Abstimmung mit den israelischen Behörden zu einem Flughafen im Süden Israels gebracht worden. Von dort ging es per Charterflug nach Leipzig. Laut Auswärtigem Amt befindet sich jetzt noch eine niedrige zweistellige Zahl deutscher Staatsangehöriger im Gazastreifen, auch ihnen wolle man die Ausreise ermöglichen.| 02.04.2025 18:45 Uhr

Zieht sich Musk zurück?

Der Milliardär Elon Musk gibt nach einem Medienbericht seine Tätigkeit als einer der wichtigsten Berater von US-Präsident Trump auf. Trump habe seinem innersten Beraterkreis mitgeteilt, dass Musk in den kommenden Wochen ausscheiden werde, schreibt das Magazin "Politico". Der Chef des Elektroautobauers Tesla ist zuständig für umstrittene Sparmaßnahmen der Bundesbehörden. Der Kurs der Tesla-Aktie an der Wall Street zog daraufhin deutlich an. Vor dem Bericht war er zeitweise um mehr als sechs Prozent gefallen; auch die Verkaufszahlen der Tesla-Autos brachen ein.| 02.04.2025 18:45 Uhr

US-Präsident Trump will neue Zölle verkünden

US-Präsident Trump will heute neue Zölle verkünden. Er spricht von einem Befreiungsschlag für die USA und einem damit beginnenden goldenen Zeitalter für sein Land. Experten befürchten allerdings, dass Trump mit seiner Zollpolitik einen globalen Handelskrieg und eine Rezession auslösen könnte. Nach Angaben von Trumps Sprecherin sollen die Zölle gleich nach ihrer Verkündigung in Kraft treten. Die EU hat bereits angekündigt, mit Gegenmaßnahmen zu reagieren.| 02.04.2025 18:45 Uhr

Haftstrafen für Drogenschmuggler in Hamburg

Zwei ehemalige Mitarbeiter des Hamburger Hafens sind für ihre Beteiligung am geplanten Kokainschmuggel einer Drogen-Bande heute vom Landgericht zu langen Haftstrafen verurteilt worden. Ein Angeklagter muss für neuneinhalb Jahre ins Gefängnis, der zweite für über acht Jahre. Die Bande wollte 480 Kilogramm Kokain im Wert von 14 Millionen Euro aus Ecuador einschmuggeln. Sie hatte einen anderen Hafenmitarbeiter auf dem Weg zur Arbeit abgefangen und zusammengeschlagen, damit er dem Schmuggel nicht in die Quere kommen konnte. Die Vorsitzende Richterin betonte in der Urteilsbegründung, dass Mitarbeitende wie die beiden Verurteilten das kriminelle Handeln von Drogenbanden erst ermöglichen. | 02.04.2025 18:45 Uhr

Das Wetter in Norddeutschland

Nachts meist klar bei Tiefstwerten von 5 bis 0 Grad. Morgen überall sonnig und trocken bei Höchstwerten von 11 bis 20 Grad. Am Freitag heiter und trocken, 10 bis 21 Grad. Am Sonnabend oft trocken, 6 bis 15 Grad.| 02.04.2025 18:45 Uhr