Zoll registriert deutlich mehr Fälle von Schwarzarbeit in Hamburg
Fast 2.900 neue Strafverfahren gab es im vergangenen Jahr - nach rund 1.800 im Jahr davor. Ähnlich stieg die Zahl der festgestellten Ordnungswidrigkeiten. Es geht um Schwarzarbeit, illegale Beschäftigung, Betrug mit Sozialleistungen oder beim Mindestlohn.
Mehr Personal bei Kontrollen
Ein Grund für den Anstieg: Der Zoll hat sein Personal in diesem Bereich verdoppelt. 200 Beamtinnen und Beamte kontrollieren unter anderem auf Baustellen, in Hotels, der Gastronomie und bei der Gebäudereinigung. Immer öfter wird auch im Sicherheitsgewerbe und in der Kosmetikbranche kontrolliert.
Zoll will die großen Fische packen
Dabei würden die Ermittlerinnen und Ermittler fast immer auf eine Vielzahl kleiner Fische stoßen, sagte der Leiter des Hauptzollamts, Michael Schrader. Oft seien dies aber nur die letzten in einer Kette. Schrader: "Viele verdienen mit Konstruktionen von Schwarzarbeitsverhältnissen viel Geld. Genau die wollen wir eigentlich packen." Man wolle Strukturen aufdecken und bekämpfen.
Manchmal gelingt das. Im vergangenen Jahr wurden 3,7 Millionen Euro an illegal erwirtschaftetem Vermögen sichergestellt. Und auch der vermeintlich kleine Sozialbetrug mit Geld vom Amt und einem heimlichen Job nebenbei fliegt immer öfter auf - dank des digitalen Datenabgleichs.
