Nordtour
Samstag, 09. März 2024, 18:00 bis
18:45 Uhr
Sonntag, 10. März 2024, 06:00 bis
06:45 Uhr
Das wöchentliche Magazin gibt Tipps für die Freizeitgestaltung am Wochenende, Ausflüge, und Urlaube.
Die Themen im Überblick:
- Die KALLA Spielstadt für Kinder
- Junger Typ, altes Handwerk
- Café Glücklich in Wismar
- Edel-Rollatoren aus Hannover
- Chinesische Selbstverteidigung WingTsun
- Mütterzentrum Braunschweig
- Betonkünstlerin Juli
- Nissen-Dauerausstellung und Verlängerung Lwoff-Ausstellung
- Kleinstes Theater
- Papierwaren Kivelitz
Die KALLA Spielstadt für Kinder
Vor den Toren Hamburgs gibt es ein neues Highlight für alle Kinder im Alter von eins bis sechs. Kristina Haag hat ihren Traum verwirklicht und eine Kinderspielstadt eröffnet. Das Prinzip: Jedes Kind soll sich austoben und verwirklichen dürfen. Ob im Theatersaal, im Lichtlabor oder im Supermarkt, mehrere kleine Räume sollen die Sinne und den Spieltrieb auf unterschiedliche Weise wecken. Jedes Kind kann selbst entscheiden, wie lange es sich wo aufhält. Alle Räume sind mit einer großen Spielwiese voller Bobbycars, Roller oder Trampolinmatten verbunden. Die festen Slots am Tag ermöglichen dem Team von Kristina Haag, nach jeder Session wieder aufzuräumen und so jedem Kind das volle Erlebnis zu ermöglichen. Für die Eltern gibt es währenddessen die Möglichkeit, mit Kaffee und Kuchen nebenan zu entspannen oder eben Teil der Erlebniswelt zu werden.
Junger Typ, altes Handwerk
Till-David Peters ist Sattler, die Leidenschaft für das Handwerk hat er ebenso wie die Werkzeugkiste von seinem Großvater geerbt. Seit zwei Jahren betreibt er, gerade mal 21 Jahre alt, seine eigene Werkstatt mitten im Herzen Lübecks. Die Halle 49 auf der Kulturwerft Gollan ist sein zweites Zuhause, umgeben von alten Oldtimern kümmert er sich hauptsächlich um das Innenleben solcher Fahrzeuge: Polster, neue Sitze, Cabrioverdecke, aus den unterschiedlichsten Materialien schafft Till-David außergewöhnliche Unikate. Auch Booten und Motorrollern verpasst der Lübecker einen neuen Look. Nebenbei fertigt er auch Schlüsselanhänger, Stiftehalter und Etuis. Alles von Hand und mit viel Liebe zum Detail.
Café Glücklich in Wismar
Henriette und Victoria Thron betreiben das Café Glücklich an der Schweinsbrücke in der historischen Altstadt von Wismar. Den Namen des Lokals haben sie von den Vorgängern übernommen, von Mutter und Großmutter haben sie kochen und backen gelernt. Zunächst aber BWL bzw. Ernährungswissenschaften studiert. Victoria hat das Café in der Studienzeit in Wismar als ihren Lieblingsort entdeckt. Und als ein neuer Betreiber gesucht wurde, erfüllte sie sich mit ihrer Schwester einen Kindheitstraum.
Edel-Rollatoren aus Hannover
Katharina Alberts und Marcus Pätzold fertigen in ihrer Werkstatt individuelle Rollatoren aus einer einzigartigen Kombination von Aluminium und speziellem Bambus. Mit handwerklicher Präzision und modernster Technik entstehen hochwertige Produkte, die nicht nur höchsten Komfort bieten, sondern auch ästhetisch ansprechend sind. Trotz des individuellen Ansatzes setzen die Unternehmer auf Qualität statt Quantität, um ihrer Kundschaft einzigartige und hochwertige Produkte zu bieten.
Chinesische Selbstverteidigung WingTsun
Die Kampfkunst WingTsu soll vor 300 Jahren von einer chinesischen Nonne erfunden worden sein. Der Hauptunterschied zum klassischen Kampfsport ist, dass eine Selbstverteidigung gelehrt wird, die es ermöglicht, in einfachen und wenigen Bewegungen Angriffe abzuwehren, auch bei körperlicher Unterlegenheit. Der Kampfsport ist inzwischen weltweit verbreitet, in Hamburg gibt es bislang nur eine TA WingTsun-Schule. Dominik Fischer hat sie 2019 eröffnet und trainiert seitdem Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Die "Nordtour" schaut sich an, wie nicht nur Selbstverteidigung, sondern auch Selbstwertgefühl gelehrt wird und warum die Kampfkunst bis heute für alle Geschlechter gleichermaßen attraktiv ist.
Mütterzentrum Braunschweig
Das Mütterzentrum Braunschweig engagiert sich für Teilhabe und Gemeinschaft. Mit rund 50 hauptsächlich ehrenamtlichen Mitarbeitenden ist das Zentrum ein Ort der Vielfalt und Offenheit für alle. Das breite Programm reicht von Kinderbetreuung bis hin zu speziellen Veranstaltungen wie Lesegruppen. So gibt es auch einen Secondhandladen mit preisgünstiger Kleidung. Dort hat die langjährige Mitarbeiterin Nicole Flock kürzlich erstmal ausgemistet. Karl-Heinz Bauer unterstützt unentgeltlich mit seiner Kochkunst das Zentrum. Die gelebte Herzlichkeit und Offenheit machen das Mütterzentrum zu einem besonderen Ort der Begegnung und Unterstützung.
Betonkünstlerin Juli
Ihre Leinwand ist selbst geschaffener Beton- und Zementuntergrund. Darauf kombiniert die Künstlerin Juli Schupa Acrylfarben, Spachtelmasse, Fliesen und andere Materialien. So entstehen Bilder, die viel von ihrer Heimatstadt Neubrandenburg haben, die geprägt ist von Beton-Neubauten aus DDR-Zeiten. Eine Architektur, die die Künstlerin inspiriert hat. Zu ihren Betonbildern gehören auch immer Menschen, oft sind es junge Frauen. Ihre Arbeiten nennt sie: Glanzstücke, Liebhaberstücke, Bruchstücke oder einfach Schaustücke.
Nissen-Dauerausstellung und Verlängerung Lwoff-Ausstellung
Die Wege des Husumers Ludwig Nissen und der Ungarin Prinzessin Elisbeth Vilma Lwoff-Parlaghy kreuzten sich in New York. Der Nordfriese war dort im Diamantenhandel zum Millionär geworden, derweil hatte sich die Künstlerin zur führenden Porträtmalerin der Schönen und Reichen hochgearbeitet. Nissen ließ ein Porträt von sich und seiner Frau von der Malerin anfertigen und kaufte nach deren Tod 1923 ihren gesamten Nachlass. Die Nissen-Bilder und der Nachlass befinden sich heute im NordseeMuseum Ludwig-Nissen-Haus in Husum, das Museum ist eine Stiftung Ludwig Nissens. Dort sind derzeit Porträts der damals berühmten Künstlerin ausgestellt.
Kleinstes Theater
Mitten auf Bremerhavens Szene- und Kneipenmeile Alte Bürger befindet sich ein Kuriosum: das piccolo teatro Haventheater, gegründet 2011. Gerade mal 50 Plätze bietet das Theater, das im Erdgeschoss eines über 100 Jahre alten Wohnhauses residiert. Diese ungewöhnlich, aber äußerst beliebte Spielstätte wird von Menschen mit viel Herzblut geführt, welche den Betrieb in dieser Form so ermöglichen können.
Papierwaren Kivelitz
Früher gab es die kleinen Tabak- und Papierwarenläden in jeder Stadt, sind heutzutage aber leider fast verschwunden. In Hannover-Linden gibt es noch einen wie ein Relikt aus der analogen Zeit: Kivelitz, gegründet 1929. Dieser Laden lebt von den beiden Männern, die ihn betreiben, denn sie machen "Einkäufe erledigen" zu einer kleinen Zeitreise.
- Leitung der Sendung
- Thorsten Hapke
- Redaktionsleiter/in
- Joachim Grimm
- Redaktion
- Jörg Grotegut
- Produktionsleiter/in
- Uwe Rokahr
- Moderation
- Thilo Tautz