Geldtransporter-Raub in MV: Polizei hofft auf Tipps aus Niedersachsen
Die Polizei hat im Zusammenhang mit einem spektakulären Raubüberfall auf einen Geldtransporter in der Nähe von Gützkow (Mecklenburg-Vorpommern) um Hilfe aus Niedersachsen gebeten.
Die Räuber hatten bei dem bewaffneten Überfall rund 3,1 Millionen Euro erbeutet. Einer der Verdächtigen sitzt laut Polizei bereits wegen eines anderen Deliktes in Untersuchungshaft. Einsatzkräfte hatten ihn in Niedersachsen festgenommen - wenige Wochen nach dem Überfall auf den Transporter.
Falsche Namen beim Anmieten verwendet
Vor und nach der Tat sollen sich die Räuber in verschiedenen Unterkünften in Niedersachsen einquartiert haben - insbesondere in Ferienwohnungen für Monteure. Dabei sollen sie falsche Personalien benutzt haben: die des Dänen Viktor P. und womöglich auch des Italieners Luca L. Deren Ausweise waren zuvor gestohlen worden, wie die Polizei mitteilte.
Polizei bittet um Hinweise aus Niedersachsen
Die Polizei bittet Eigentümer oder Vermietende von Ferienwohnungen in Niedersachsen um Mithilfe: Wo wurde eine Unterkunft für den Zeitraum vom 2. bis 5. März 2023 mit den gestohlenen Personalien angefragt oder vermietet? Hinweise nehmen die Ermittlerinnen und Ermittler unter Telefon (0395) 55 82 22 24 oder im Internet unter www.polizei.mvnet.de entgegen.
Wachmann nach Überfall nicht arbeitsfähig
Anfang März hatten die Täter den Geldtransporter an der präparierten A20-Auffahrt Gützkow abgepasst. Sie stoppten das Fahrzeug, schossen laut Polizei mehrfach mit Sturmgewehren darauf, besprühten die Frontscheibe mit dunkler Farbe, verschafften sich gewaltsam Zugang und flüchteten mit der Beute. Die zwei Wachmänner des Geldtransporters blieben unverletzt, einer sei aber nach wie vor nicht arbeitsfähig, so die Polizei.