MSC will Schlepper im Hamburger Hafen übernehmen
Die Schweizer Reederei MSC hat Ende 2024 knapp die Hälfte am Hamburger Hafenbetreiber HHLA übernommen. Nun will MSC auch Zugriff auf einen großen Teil der Hamburger Hafenschlepperflotte bekommen - durch den Einstieg bei einem Konkurrenten.
Die spanische Schleppreederei Boluda ist aktuell mit mehreren übernommenen Firmen der größte Anbieter im Hamburger Hafen. Das Unternehmen betreibt mehrere mächtige Hafenschlepper, die zum Manövrieren und Festmachen von großen Containerschiffen benötigt werden. Nun legt MSC sein eigenes, europaweit arbeitendes Schlepperunternehmen mit Boluda zusammen, MSC hält an der künftig weltweit größten Schleppreederei 49 Prozent.
Zustimmung der Kartellbehörden nötig
Im Hamburger Hafen sorgt diese Fusion für Gesprächsstoff - auch wenn sich kaum jemand offiziell äußern will. Die Befürchtung: Mit Kampfpreisen könnte der neue Schleppergigant in Hamburg und anderswo alteingesessene Firmen beiseite drängen und später den Markt dominieren. Allerdings müssen die europäischen Kartellbehörden der Übernahme noch zustimmen.
MSC investiert weltweit Milliarden
MSC als derzeit weltgrößte Reederei hat in den vergangenen Jahren weltweit Milliardensummen in Unternehmen gesteckt, die indirekt mit der Schifffahrt verbunden sind - nicht nur in Hafenbetreiber wie die HHLA, sondern auch in Bahnunternehmen und Speditionen.
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