Sendedatum: 19.11.1998 21:45 Uhr

Panorama vom 19. November 1998

 

VIDEO: Panorama vom 19. November 1998 (44 Min)

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Panorama | 19.11.1998 | 21:45 Uhr

Schild am Haupteingang des Bundeskanzleramtes in Berlin. © picture-alliance/chromorange

Vergleich Regierungserklärungen Kohl-Schröder

"Wir vertrauen Deutschlands Kraft", war das Motto der Regierungserklärung des neuen Bundeskanzlers. Aber gemessen an der Tatsache, daß die deutschen Sozialdemokraten den Tag dieser Regierungserklärung so lange herbeigesehnt haben, ist eben jene dann nicht besonders inspiriert ausgefallen. Statt kühner Visionen zu oft Kampagnenrhetorik. Und einem Abgeordneten in der zweiten Reihe der Unionsfraktion dürften ganze Passagen dieser Rede sehr bekannt vorgekommen sein. Der Abgeordnete heißt Helmut Kohl. mehr

Sowjetische Kriegsgefangene im Jahr 1942 am Montageband des Volkswagen-Werks in Wolfsburg. © dpa - Fotoreport Foto: Fotoreport Stiftung Auto Museum VW

Angst um Image und Profit - Deutsche Konzerne erinnern sich an ihre Zwangsarbeiter

Vorgestern ging die Daimler-Chrysler-Aktie an die Börse. Made in Germany, ganz international, mit ebensolchen Absatzmärkten. Nicht auszudenken, welchen Schaden da eine Imagekrise anrichten könnte, zum Beispiel, wenn amerikanische Lobbyisten zum Boykott von Mercedes aufriefen. Auch VW könnte leiden, wenn plötzlich niemand in den USA den Beetle, den Käfer, mehr kaufen wollte. Um das zu vermeiden, erinnern sich deutsche Firmen und Banken ganz plötzlich ihrer über fünfzig Jahre lang verdrängten oder verharmlosten Geschichte. Während des Zweiten Weltkrieges mußten zwischen sechs und zehn Millionen Menschen für den deutschen Staat und für deutsche Unternehmen arbeiten, zum großen Teil unter unmenschlichen Bedingungen. mehr

Reisende vor Fahrplan der Deutschen Bahn © dpa Foto: Fredrik von Erichsen

Empörte Kunden, frustrierte Mitarbeiter - Das Chaos bei der Deutschen Bahn

Über's Bahnfahren zu schimpfen, ist schon fast zu einfach: Die Züge sind unpünktlich und zu voll, die Tarife sind für normal Begabte nicht mehr zu durchschauen. Der Service ist schlecht oder gar nicht vorhanden. Kurzum: das Image ist miserabel, und fast jedes Klischee stimmt. Noch vor wenigen Tagen schrieb Bahnchef Johannes Ludewig seinen Mitarbeitern, nun müsse endlich "ein Ruck" durch das Unternehmen gehen. Der Ruck und so mancher Zug blieben bisher aus und die "Reisewelt auf hohem Niveau", die die Bahn-AG uns so gern verkaufen wollte, auch. mehr

Eine verendete Eiderente in verklumptem Öl am Strand von Amrum. © dpa - Fotoreport

Teures Drama in der Nordsee - Steuergelder für die "Pallas"

Wir haben noch eine Pannenserie, über die wir berichten wollen. Ein brennender Frachter vor der Nordseeinsel Amrum - die Bilder haben wir in den vergangenen Wochen in fast jeder Nachrichtensendung gesehen. Eine Folge von Fehleinschätzungen, verspäteten Reaktionen und falschen Maßnahmen. Am Ende dann ölverschmutzte Strände und verendete Vögel. Eine Frage blieb bisher unbeantwortet: Wie kann es sein, daß so ein Frachter derart unterversichert ist, daß die entstandenen Schäden - und bisher sind das rund 10 Millionen Mark - am Ende zum großen Teil die Steuerzahler, also wir, bezahlen müssen. mehr

Baustelle für die Autobahn 20 © dpa Foto: Carsten Rehder

Bürgerinitiativen für mehr Straßen - Asphaltlobby finanziert eigene Unterstützerszene

Deutschland braucht mehr Straßen, doch sobald es zu konkreten Baumaßnahmen kommen soll, machen Demonstranten deutlich: Deutschland braucht auch seine Natur. Umweltschützer sind zumeist hochmotiviert, sie gehen aus Überzeugung auf die Straße. Um dagegen halten zu können, mobilisiert auch die Straßenbaulobby mit ihren Mitteln. Über organisierte Begeisterung, gut geschulte Claqueure und inszenierte Demonstrationen berichten Thomas Berbner und Helmut Lorscheid. mehr

Historische Aufschrift im KZ Auschwitz © dpa Foto: Jacek Bednarczyk

"Gegen das Vergessen" - Bilanz einer NDR-Spendenaktion für Auschwitz

Auschwitz ist ein Synonym für eines der größten Verbrechen der Menschheit, begangen von Deutschen. Jeder verbindet mit dem Ort Massenmord, unfaßbare Greueltaten - sollte man meinen. Gut jeder fünfte deutsche Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren kann mit dem Begriff Auschwitz aber nichts anfangen oder hat noch nie davon gehört. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Kölner Instituts für Massenkommunikation. mehr

Über Panorama

Kalender © Fotolia.com Foto: Barmaliejus

Panorama-Geschichte

Als erstes politisches Fernsehmagazin ging Panorama am 4. Juni 1961 auf Sendung. Die Geschichte von Panorama ist auch eine Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. mehr

Anja Reschke © Thomas & Thomas Foto: Thomas Lueders

60 Jahre Panorama

60 Jahre investigativ - unbequem - unabhängig: Panorama ist das älteste Politik-Magazin im deutschen Fernsehen. mehr

Panorama 60 Jahre: Ein Mann steht hinter einer Kamera, dazu der Schriftzug "Panorama" © NDR/ARD Foto: Screenshot

Panorama History Channel

Beiträge nach Themen sortiert und von der Redaktion kuratiert: Der direkte Einstieg in 60 Jahre politische Geschichte. mehr