Vorgestern ging die Daimler-Chrysler-Aktie an die Börse. Made in Germany, ganz international, mit ebensolchen Absatzmärkten. Nicht auszudenken, welchen Schaden da eine Imagekrise anrichten könnte, zum Beispiel, wenn amerikanische Lobbyisten zum Boykott von Mercedes aufriefen. Auch VW könnte leiden, wenn plötzlich niemand in den USA den Beetle, den Käfer, mehr kaufen wollte. Um das zu vermeiden, erinnern sich deutsche Firmen und Banken ganz plötzlich ihrer über fünfzig Jahre lang verdrängten oder verharmlosten Geschichte. Während des Zweiten Weltkrieges mußten zwischen sechs und zehn Millionen Menschen für den deutschen Staat und für deutsche Unternehmen arbeiten, zum großen Teil unter unmenschlichen Bedingungen.
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