Sendedatum: 16.07.1998 21:45 Uhr

Panorama vom 16. Juli 1998

 

VIDEO: Panorama vom 16. Juli 1998 (43 Min)

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Panorama | 16.07.1998 | 21:45 Uhr

Polizist am Computer © picture-alliance/dpa/dpaweb Foto: Ulrich Perrey

Computerchaos bei der Polizei - Verbrecherjagd im Datennetz

Es ist Wahlkampf, und eines der wichtigsten Themen ist die Verbrechensbekämpfung. Kompromißlos und schnell sollen Täter gefaßt werden. Aber haben Sie schon mal bei der Polizei eine Anzeige aufgegeben? Da tippt so manches Mal ein Beamter alle Daten in eine altersschwache Schreibmaschine, Durchschläge mit Kohlepapier. Wenn das auch noch fehlen sollte, wird durch Spenden und Nachbarschaftshilfe für neues Büromaterial gesorgt. Ich übertreibe nur leicht. Während Verbrecher mit Handys, Laptops und Internet bestens versorgt sind, steht unsere Polizei erst am Anfang der Computermoderne. Viele Beamte kennen solche Geräte nur aus den Zimmern ihrer Kinder oder aus dem Fernsehen. Einige Bundesländer mühen sich seit Jahren redlich um den Anschluß an das Zeitalter der Datenvernetzung. Leider sind auch diese Prachtstücke der Polizeitechnik nur wenig leistungsfähig. mehr

Composing zum Rückgang der Arbeitslosenzahlen. © picture-alliance/ dpa/dpaweb Foto: Waltraud Grubitzsch

Falsche Zahlen, falsche Prognosen - Die Wahrheit über den Arbeitsmarkt

Alles wird wieder gut. Das könnte man zumindest annehmen, wenn man die neuesten Arbeitsmarktzahlen betrachtet und vor allem die Interpretationen dazu vernimmt: Der Aufschwung ist endlich da, heißt es. Unsere Regierung hat's geschafft und nun: Weiter so, Deutschland. Das wünscht sich der Kanzler und seine Gefolgschaft. Der Aufschwung sei nicht nur da, sondern auch schon seiner, behauptet aber auch Kohls Herausforderer Gerhard Schröder in markanter Selbstüberschätzung. Beide schüren die Hoffnung, die Misere der Massenarbeitslosigkeit sei nur ein vorübergehendes Phänomen. Aber das ist - leider - nur Wählertäuschung, derber gesagt: reine Volksverdummung. mehr

Justitia © dpa

Gerechtigkeit nur für Promis - Zweierlei Maß beim Schmerzensgeld

Sie erinnern sich an Ramstein, das Flugschauunglück, bei dem 67 Menschen starben und 350 verletzt und zum Teil dauerhaft geschädigt wurden? Die überlebenden Opfer solcher Katastrophen und ihre Familien bekommen in der Regel kaum Ausgleich, nur wenig Geld für das erlittene Leid. Aber wie man in den Genuß von Schmerzensgeld kommt, auch ohne schwer zu leiden, das zeigen uns die Schönen und Reichen dieser Gesellschaft. So werden heimlich geschossene und in bunten Blättern gedruckte Fotos, die zum Beispiel das flexible Liebesleben des Hochadels zeigen, mit viel Geld kompensiert. Wenn es um die pikierte Prominenz geht, dann ist die gängige Rechtsprechung sehr engagiert - und die Gesetzeslage läßt das auch zu. Aber Normalbürger, denen wirklich Leid und Schmerz zugefügt wird, können von dieser Art der Genugtuung nur träumen. mehr

Flagge von Bayern © picture-alliance/chromorange Foto: Renate Krafft / CHROMORANGE

Dativ oder Genitiv - Die CSU und ihre Sprachkenntnisse

Noch mal zum Wahlkampf. Wer in diesen Zeiten alles glaubt, was die Parteien so versprechen und vorschlagen, ist selber schuld, wenn er sich - egal mit welcher Regierung - schon bald betrogen fühlen muß. Profil, eigene Themen besetzen, das wollen sie alle. Die CSU hat da gerade ein nicht ganz neues, aber einfaches und deshalb immer wieder beliebtes Thema gefunden: Ausländer. Zunächst wollte sie unterscheiden zwischen hier erwünschten und unerwünschten Ausländern. Dann sollten die Fremden erstmal Deutsch lernen, wenn sie hier dauerhaft leben wollen. Die Parteistrategen wissen natürlich ganz genau, daß es keine rechtliche Grundlage gibt, um diese Forderung durchzusetzen. Und um mehr Deutschkurse geht's auch nicht, denn die Bundesregierung hat die Gelder dafür seit Jahren kontinuierlich gekürzt. mehr

Viele von oben fotografierte Regenschirme. © dpa-Bildfunk Foto: Peter Steffen

Depressionen und Durchhalteparolen - Der Sommer in Deutschland

Jetzt kommt noch das, was für viele von uns am wichtigsten ist und was an den Schluß jeder guten Informationssendung gehört: das Wetter, auch wenn wir dafür noch keinen politisch Verantwortlichen gefunden haben. mehr

Über Panorama

Kalender © Fotolia.com Foto: Barmaliejus

Panorama-Geschichte

Als erstes politisches Fernsehmagazin ging Panorama am 4. Juni 1961 auf Sendung. Die Geschichte von Panorama ist auch eine Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. mehr

Anja Reschke © Thomas & Thomas Foto: Thomas Lueders

60 Jahre Panorama

60 Jahre investigativ - unbequem - unabhängig: Panorama ist das älteste Politik-Magazin im deutschen Fernsehen. mehr

Panorama 60 Jahre: Ein Mann steht hinter einer Kamera, dazu der Schriftzug "Panorama" © NDR/ARD Foto: Screenshot

Panorama History Channel

Beiträge nach Themen sortiert und von der Redaktion kuratiert: Der direkte Einstieg in 60 Jahre politische Geschichte. mehr