Studie zu Munitionsaltlasten in der Ostsee veröffentlicht

Seit dem zweiten Weltkrieg liegen auf dem Grund der deutschen Ostsee etwa 300.000 Tonnen alte Munition. Ein Großteil davon liegt auf dem Meeresboden der Lübecker Bucht. Wie gefährlich die Granaten, Bomben und Patronen für Mensch und Umwelt sind, haben Forschende in einer Studie des Geomar Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung in Kiel acht Jahre lang erforscht. Das Ergebnis: Die chemischen Austritte der Munition sind der Studie zufolge in der gesamten deutschen Ostsee nachweisbar, liegen allerdings meistens unterhalb der Schwelle für ein Gesundheitsrisiko.
Ob die Belastung noch weiter ansteigt oder bereits auf ihrem Höhepunkt angekommen ist, können die Forschenden noch nicht sagen. In zwei Wochen wollen sie zusammen mit dem Kampfmittelräumdienst weitere Proben in der Lübecker Bucht entnehmen.
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