Studie: Jüngere wünschen sich mehr Mut für die Zukunft
Nur mit Mut lassen sich die Herausforderungen der Zukunft meistern: Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "German Mut statt German Angst" der Hamburger Stiftung für Zukunftsfragen.
Vertraute Denkmuster infrage stellen, vielleicht auch mal Fehler machen, sich verändern und neue Wege gehen: 74 Prozent der für die Studie Befragten glauben, dass mehr Mut nötig ist. Die anderen sagen: Bloß keine unnötigen Risiken eingehen, nicht leichtsinnig werden, das Gewohnte beibehalten. Dabei gibt es keinen Unterschied zwischen den Geschlechtern.
Jüngere Befragte fordern mehr Mut bei Herausforderungen
Auch bei Einkommen, Bildung oder Wohnort gibt es kaum Differenzen. Lediglich beim Alter: In der jüngeren Generation fordern vier von fünf Befragten mehr Mut. "Verständlich", sagt Ulrich Reinhardt, Autor der Studie. Jüngere seien von Veränderungen, wie zum Beispiel der Digitalisierung und dem Klimawandel, stärker betroffen. "Das nicht passiv über sich ergehen zu lassen, erfordert Mut", so Reinhardt. Die große Mehrheit verbinde damit Verantwortungsbereitschaft, Selbstbewusstsein, die Bereitschaft, Widerstände zu überwinden und für Werte einzustehen.
Politiker sollten Vorbildfunktion haben
Jüngere und ältere der 3.000 repräsentativ Befragten wünschen sich unterschiedliche Vorbilder: Jüngere eher bei Freunden, Familie und Prominenten, Ältere eher bei Politikerinnen und Politikern. Ja, die sollten eine Vorbildfunktion haben - das meint über die Hälfte aller Befragten. Aber haben sie die auch tatsächlich? Nur jeder Zehnte sagt ja.