Sendedatum: 12.01.2017 | 21:45 Uhr
1 | 12 Das beschauliche Haßloch in Rheinland-Pfalz gilt als durchschnittlichster Ort Deutschlands. Bislang erhielten CDU und SPD die große Mehrheit der Stimmen. Bis die AfD bei der vergangenen Wahl 18,8 Prozent erhielt.
2 | 12 Diese Frau hat das Gefühl, dass die Politik an ihr vorbei entscheidet: "Die da oben machen, was sie für richtig halten und nicht, was das Volk für richtig hält".
3 | 12 "Die Leute wollen gefragt werden" - sagt der SPD-Ortsvorsitzende Dieter Schuhmacher. Mit einer Bürgerbefragung will er das Vertrauen in die Politik zurückholen.
4 | 12 Dieser Haßlocher ist skeptisch: "Wir können doch reden, was wir wollen und so weiter, und werden doch nicht angehört."
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5 | 12 Der CDU-Mann Jürgen Vogt will verstehen, warum er ausgerechnet im bürgerlichen Viertel so viele Stimmen verloren hat. Mit seinem Kollegen von der SPD macht er Hausbesuche bei den Unzufriedenen.
6 | 12 Über die Fehler der Politik könne er ein ganzes Buch schreiben, sagt dieser Mann.
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7 | 12 Für Nurretin Uckan bedeutet Demokratie vor allem eins: Menschenrechte. Er lebt seit 20 Jahren in Haßloch. "Die Menschen hier sind frei. Sie können ihre Meinung sagen, über Religion, Freiheit, das Leben."
8 | 12 Lothar Lorch ist der Bürgermeister von Haßloch. Er will fragen, zuhören, mit den Bürgern reden, auf Augenhöhe, und verlegt darum sein Büro auf den Marktplatz.
9 | 12 Die Menschen beschweren sich bei ihm über falsche Straßenbeschilderung oder mangelnde Kontrollen in 30er-Zonen.
10 | 12 Friede, Freude, Eierkuchen also? "Machen, was das Volk will" ist gar nicht so einfach: 59 Prozent der Haßlocher wollen modernisieren, so das Ergebnis der Bürgerbefragung zur Zukunft des Badesparks - trotz Loch in der Haushaltskasse. Damit hatte Herr Hinz, der ehemalige Polizist, nicht gerechnet. Woher das Geld kommen soll? Dafür ist dann wieder die Politik zuständig.
11 | 12 "Die Bürger fordern und andere sollen es tun" - für diese Zwiespältigkeit hat Jürgen Vogt noch keine Lösung gefunden.
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12 | 12 "Es gibt nichts Schwierigeres als Demokratie. Da müssen viele dran arbeiten", sagt SPD-Mann Schumacher.