Der Schauspieler Matthias Brandt erhält den mit 10.000 Euro dotierten Deutschen Sprachpreis 2025 der Henning-Kaufmann-Stiftung. Die Auszeichnung honoriere Brandts "kreativen und kunstvollen Umgang mit der gesprochenen Sprache", hieß es in der Begründung. Der 63 Jahre alte Sohn des früheren Bundeskanzlers Willy Brandt (SPD) arbeitet nicht nur als Schauspieler ("King of Stonks", "Roter Himmel") - er ist auch als Hörbuchsprecher und Autor tätig. Derzeit ist er mit Bjarne Mädel und Fritzi Haberland auf Lesetour, u.a. am 14. Juni im Metropol-Theater in Bremen. | Sendebezug: 04.04.2025 12:40 | NDR Kultur
Die evangelische Regionalbischöfin aus Hannover, Petra Bahr, hat sich für die Beibehaltung Karfreitags als "stillem Feiertag" ausgesprochen. Karfreitag feiere nicht die Stille als solche, "sondern die Todesstunde Jesu", schreibt Bahr in der aktuellen Ausgabe des Magazins "Publik-Forum". Angesichts des vielfältigen Leidens in der Welt müsste man einen stillen Feiertag erfinden, wenn es ihn nicht längst gäbe, erklärte Bahr, die dem Deutschen Ethikrat angehört. "Der Karfreitag ist still, aber nicht ruhig, nicht friedlich. Er verstört. Er fordert heraus, dort hinzusehen, wo es wehtut." | Sendebezug: 04.04.2025 14:30 | NDR Kultur
Die Kunsthalle Bremen darf ein bedeutendes, in der NS-Zeit unter Zwang veräußertes Gemälde behalten. Das Museum habe sich mit der Erbin des Vorbesitzers des Bildes "Im Gras liegendes Mädchen" auf eine faire Ausgleichszahlung geeinigt, teilte die Kulturstiftung der Länder am Donnerstag in Berlin mit. Das Gemälde stammt von dem französischen Impressionisten Camille Pissarro (1830-1903). Der einstige Eigentümer, der niederländische Textilunternehmer Jaap van den Bergh, hatte das Werk 1942 über Zwischenhändler an den Bremer Kaufmann Hugo Oelze verkaufen müssen, um sein Leben als von den Nazis verfolgter Jude im Untergrund finanzieren zu können. Oelze vermachte das Bild 1967 der Kunsthalle. | Sendebezug: 03.04.2025 17:20 | NDR Kultur