"Haus der digitalen Welt": Die Pläne für den Umbau in der City
Am Gerhart-Hauptmann-Platz in der Hamburger Innenstadt soll ein neuer Anziehungspunkt entstehen: das "Haus der digitalen Welt".
Dort werden im nächsten Jahrzehnt die Zentrale Bücherhalle, die Volkshochschule, Cafés und Seminarräume einziehen. Dafür hat der Senat das ehemalige HSH-Nordbank-Gebäude für 112 Millionen Euro gekauft. Am Mittwoch wurden die Pläne vorgestellt.
Schlechte Erinnerungen an HSH Nordbank
Das Betongebäude weckt bei Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) schlechte Erinnerungen. Dort hat die HSH Nordbank Milliarden an Steuergeldern vernichtet. Später kaufte es der Österreicher René Benko und ging pleite. Momentan ist die Hamburg Commercial Bank darin untergebracht. Nun solle es ein Magnet für die Innenstadt werden, verspricht Tschentscher: "Das Zukunftskonzept der Hamburger City besteht ja darin, nicht nur Einzelhandel zu bieten. Es kommt hier eine völlig neue Thematik in die Innenstadt, was viele Hamburgerinnen und Hamburger anziehen wird."
Zentralbibliothek, Volkshochschule, Jugendinformationszentrum
Jeder könne dort dann digitale Medien und Techniken ausprobieren und sich weiterbilden. Ins "Haus der digitalen Welt" würden viele Institutionen einziehen, sagte Kultursenator Carsten Brosda (SPD). "Es wird die Zentralbibliothek werden, es wird die Volkshochschule sein, das Jugendinformationszentrum. Ein öffentliches Wohnzimmer, einfach ein Ort, der einlädt, immer wieder etwas Neues zu entdecken."
Kosten noch unklar
Was der Umbau kostet, ist noch unklar. Der Bund habe gegenwärtig bis zu 36 Millionen Euro Förderung in Aussicht gestellt. Die Kulturbehörde kündigte an, in die Detailplanung einsteigen zu wollen. Die Immobilie solle umgebaut werden. Der bestehende Standort der Zentralbibliothek am Hühnerposten nahe dem Hauptbahnhof soll künftig aufgegeben werden.
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